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ThyssenKrupp verkauft Gerüstbau-Tochter Safway an US-Finanzinvestor

veröffentlicht am 16.11.2009


Der Stahlkonzern ThyssenKrupp hat seine amerikanische Gerüstbau-Tochter Safway an den US-Finanzinvestor Odyssey Investment Partners verkauft. Eine entsprechende Vereinbarung sei von beiden Seiten unterschrieben worden, teilte ThyssenKrupp am Montag mit. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

 

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Düsseldorf - Der Stahlkonzern ThyssenKrupp hat seine amerikanische Gerüstbau-Tochter Safway an den US-Finanzinvestor Odyssey Investment Partners verkauft. Eine entsprechende Vereinbarung sei von beiden Seiten unterschrieben worden, teilte ThyssenKrupp am Montag mit. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Seine Neuordnung im Industriedienstleistungsbereich hat der von der Stahlkrise besonders gebeutelte Konzern damit abgeschlossen.


ThyssenKrupp hatte die hochprofitable Safway Gruppe zusammen mit den Töchtern Industrieservice und Xervon im vergangenen Jahr zum Verkauf gestellt, da sie nicht mehr zum Kerngeschäft gezählt werden. Während für Industrieservice mit der Frankfurter Dienstleistungsgruppe Wisag bereits Anfang Oktober ein Käufer gefunden wurde, soll die Xervon-Gruppe nun im Konzern verbleiben. Für das Unternehmen fand sich den Unternehmensangaben zufolge kein geeigneter Käufer.


Insgesamt verlassen mit Safway und Industrieservice rund 14.000 Mitarbeiter ThyssenKrupp. Der Verkauf der Safway Gruppe, die zuletzt einen Umsatz von 700 Millionen Dollar machte, steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden und soll innerhalb des ersten Quartals des laufenden Geschäftsjahres 2009/2010 abgeschlossen werden. «Odyssey legt großen Wert darauf, die Gruppe als Einheit zu erhalten und sie im Einklang mit unserer Management-Strategie wachstumsorientiert weiterzuentwickeln», sagte Joachim Limberg, Vorsitzender des Bereichsvorstands der Business Area Materials Services.


Der weltweite Konjunktureinbruch hat Deutschlands größten Stahlproduzenten ThyssenKrupp hart getroffen. Für das Geschäftsjahr 2008/2009 muss das Unternehmen einen Rekordverlust von knapp 2,4 Milliarden Euro vor Steuern ausweisen. Im Vorjahr hatte der Konzern noch einen Vorsteuergewinn von 3,1 Milliarden Euro gemacht. Um den dramatischen Nachfrageeinbruch und die starken Preisrückgänge abzufedern, hat sich das Unternehmen die größte Umstrukturierung seit dem Zusammenschluss von Thyssen und Krupp in den 90er Jahren verordnet: Durch die Verschlankung der Konzernstrukturen und weitere Sparmaßnahmen will der Konzern dauerhaft Einsparung in Höhe von einer Milliarde Euro jährlich erreichen.  (© AP)



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