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Gewaltwelle in Peshawar hält an: Kinder bei Anschlag getötet

veröffentlicht am 15.11.2009


Bei einem Selbstmordanschlag im Nordwesten Pakistans sind elf Menschen getötet worden, darunter vier Kinder. Der Selbstmordattentäter fuhr nach Angaben der Polizei am Samstag mit seinem mit Sprengstoff beladenen Auto an einen Kontrollpunkt in der Provinzhauptstadt Peshawar. Als Polizisten das Fahrzeug überprüfen wollten, löste der Mann die Explosion aus.

 

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Peshawar - Bei einem Selbstmordanschlag im Nordwesten Pakistans sind elf Menschen getötet worden, darunter vier Kinder. Der Selbstmordattentäter fuhr nach Angaben der Polizei am Samstag mit seinem mit Sprengstoff beladenen Auto an einen Kontrollpunkt in der Provinzhauptstadt Peshawar. Als Polizisten das Fahrzeug überprüfen wollten, löste der Mann die Explosion aus.


Unter den Todesopfern waren auch zwei Polizisten sowie eine Frau. 25 Menschen wurden verletzt. Peshawar nahe der Grenze zu Afghanistan ist seit Tagen Schauplatz einer Welle von Anschlägen. Am Freitag wurden bei einem Anschlag auf eine regionale Zentrale des Geheimdienstes ISI, zu dem sich die Taliban bekannten, zehn Menschen getötet. Anschließend wurden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft, Kontrollposten eingerichtet. Ein solcher war am Samstag Ziel des Anschlags.


Im Laufe der vergangenen Woche wurden allein in Peshawar mehr als 50 Menschen getötet. Die zunehmende Gewalt steht offenbar in Zusammenhang mit einer Offensive der Regierungstruppen gegen islamische Extremisten in den Stammesgebieten von Süd-Waziristan. Ministerpräsident Yusuf Raza Gilani erklärte, die Anschläge würden die Militäroffensive nicht stoppen.


Mehr als ein Dutzend Angreifer eröffneten am Sonntag das Feuer auf das Haus eines entschieden gegen die Taliban vorgehenden Bürgermeisters südlich von Peshawar, wie die Polizei mitteilte. Sicherheitskräfte hätten zurückgeschossen und drei der Angreifer getötet, die sich mit Burkas als Frauen verkleidet hätten. Die übrigen Militanten seien entkommen.


Ein Stammesältester in der Region Bajur fiel nach Behördenangaben in der Nacht zum Sonntag einem Angriff Militanter zum Opfer. Der Mann hatte erst vor wenigen Monaten eine Vereinbarung mit der Regierung geschlossen, die Taliban zu bekämpfen.


Im Swat-Tal wurden unterdessen bei Feuergefechten nach Angaben der Streitkräfte acht Extremisten getötet. Die Zwischenfälle in dem Ort Charbagh zeigten, dass die Taliban auch drei Monate nach Beginn der Militäroffensive in der Region noch aktiv sind.


Die Regierungstruppen haben nach eigenen Angaben in ihrer Sommeroffensive 1.800 Taliban getötet, die in dem Tal eine Herrschaft nach einer strengen Auslegung des Islams errichtet hatten. Zwei Millionen Menschen wurden wegen der Kämpfe zu Flüchtlingen.  (© AP)



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