Erneut Kämpfe im Swat-Tal
veröffentlicht am 14.11.2009

Bei einem Selbstmordanschlag im Nordwesten Pakistans und Kämpfen im Swat-Tal sind am Samstag mindestens 15 Menschen getötet worden. Nach Angaben der Polizei fuhr ein Selbstmordattentäter mit seinem mit Sprengstoff beladenen Auto an einen Kontrollpunkt in der Provinzhauptstadt Peshawar. Als Polizisten das Fahrzeug überprüfen wollten, löste der Mann die Explosion aus.
Peshawar - Bei einem Selbstmordanschlag im Nordwesten Pakistans und Kämpfen im Swat-Tal sind am Samstag mindestens 15 Menschen getötet worden. Nach Angaben der Polizei fuhr ein Selbstmordattentäter mit seinem mit Sprengstoff beladenen Auto an einen Kontrollpunkt in der Provinzhauptstadt Peshawar. Als Polizisten das Fahrzeug überprüfen wollten, löste der Mann die Explosion aus. Sieben Menschen wurden getötet und 25 verletzt, wie Behördensprecher Sahibzada Muhammad Anis sagte.
Die Stadt nahe der Grenze zu Afghanistan ist seit Tagen Schauplatz einer Welle von Anschlägen. Am Freitag wurden bei einem Anschlag auf eine regionale Zentrale des Geheimdienstes ISI zehn Menschen getötet. Die zunehmende Gewalt steht offenbar in Zusammenhang mit einer Offensive der Regierungstruppen gegen islamische Extremisten in den Stammesgebieten von Süd-Waziristan.
Im Swat-Tal wurden bei Feuergefechten nach Angaben der Streitkräfte acht Extremisten getötet. Die Zwischenfälle in dem Ort Charbagh zeigten, dass die Taliban auch drei Monate nach Beginn der Militäroffensive in der Region noch aktiv sind.
Die Regierungstruppen haben nach eigenen Angaben in ihrer Sommeroffensive 1.800 Taliban getötet, die in dem Tal eine Herrschaft nach einer strengen Auslegung des Islams errichtet hatten. Zwei Millionen Menschen wurden wegen der Kämpfe zu Flüchtlingen. (© AP)




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