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Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

veröffentlicht am 13.10.2009


Geld schießt nicht in jedem Fall ausreichend Tore und es freut viele Fans, wenn in der Tabelle der Bundesliga die Kicker aus Mainz vor dem großen FC Bayern stehen. Für einen Fußballfan gibt es kaum etwas Schöneres, als seinem Lieblingsclub zu Ruhm und Erfolg zu verhelfen. Das gelingt manchmal im Stadion, endet aber auch oft an der falschen Marschroute des Trainers oder der schlechten Einstellung der Mannschaft.

 

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Gelsenkirchen - Geld schießt nicht in jedem Fall ausreichend Tore und es freut viele Fans, wenn in der Tabelle der Bundesliga die Kicker aus Mainz vor dem großen FC Bayern stehen. Für einen Fußballfan gibt es kaum etwas Schöneres, als seinem Lieblingsclub zu Ruhm und Erfolg zu verhelfen. Das gelingt manchmal im Stadion, endet aber auch oft an der falschen Marschroute des Trainers oder der schlechten Einstellung der Mannschaft. Virtuelle Simulationen am eigenen Rechner lassen da dem Spieler völlig freie Hand.


Mit dem neuen 360-Grad-Dribbling-System werden die Möglichkeiten der FIFA-Reihe beim Spielaufbau verbessert. Dadurch kann der Spieler den Pass durch die Lücken in der gegnerischen Verteidigung spielen. Eine weitere Neuerung ist der Bericht der Scouting-Abteilung vor den Spielen. Hier gibt es Informationen über den Schlüsselspieler, eine Erklärung der gegnerischen Formation und Angaben zum Spielstil. So kann der Spieler sich darauf einstellen und die geeignete Taktik wählen. Wie bisher gibt es eine riesige Auswahl an Clubs, Nationalmannschaften und verschiedenen internationalen Ligen.


Interessant ist der Spielmodus «Be a Pro: Club and Country», wo Ruhm und Ehre warten. Es wird ein neuer Spieler erschaffen und der Wunschverein gewählt, danach müssen in jedem Spiel neue Herausforderungen bewältigt werden. Das Spiel läuft in der Ego-Perspektive und am Ende winkt vielleicht sogar ein Platz im Nationalteam. Beim eigentlichen Spiel muss der angehende Superstar mit seinen Mitspielern kommunizieren und die Bälle fordern.


Jedes Team in FIFA 10 hat einen eigenen Spielstil und auch die eigene Mannschaft entwickelt eigene Stärken. Insgesamt finden sich 26 verschiedene Teamstile im Spiel, das macht die Partien realistischer. Die Stile lassen sich mittels 14 Einstellungsmöglichkeiten so an die Vorlieben des Nutzers anpassen, dass sich das Team spielen lässt wie gewünscht.


Als Antwort auf die Kritik vieler Fans in den vergangenen Jahren wurden diverse Spielelemente erweitert, um den Spielablauf flüssiger zu gestalten. So wurden schnelle Einwürfe, Freistöße und Ecken hinzugefügt. Außerdem gibt es mit «Authentisch» eine neue Spielgeschwindigkeit und dazu gekommen ist auch die Schwierigkeitsstufe «Legendär».


Das erste Spiel der Fifa-Reihe erschien 1995, seitdem folgt jedes Jahr ein neuer Titel. Inzwischen sind 15 Spiele erschienen und dazu kommen etwa genau so viele Ableger zu bestimmten Anlässen, wie WM, EM und Champions-League. Seit 2007 werden für die Kommentare die Stimmen von Tom Bayer und seinem «sky»-Kollegen Sebastian Hellmann verwendet. Aber die Reporter sind auch diesmal nicht immer auf Ballhöhe und liegen mit ihren Kommentatoren oft daneben.


Leider haben die Entwickler viele Anregungen aus der Spielergemeinde nicht für die PC-Version umgesetzt. Die Grafik wirkt altbacken und entspricht nicht den aktuellen Möglichkeiten der Technik. Bei Sprints ist der Bewegungsablauf manchmal hölzern, und die Jubelszenen erinnern an alte Spielversionen. Der Rasen ist zwar grün, aber er wirkt wie ein langweiliger Teppichboden. Bei den Versionen für die Spielkonsolen zeigt Electronic Arts, wie ein modernes Fußballspiel aussehen kann. FIFA 10 kann nur im Bereich Stadionatmosphäre und Originaldaten wirklich punkten.


Das Windows-Spiel (ab XP) erfordert einen Prozessor ab 2,4 GHz, 1 GB Arbeitsspeicher und eine 3D-Grafikkarte mit 256 MB und Unterstützung für Direct-X 9.0c. Das ohne Alterseinschränkung freigegebene Spiel von Electronic Arts kostet rund 40 Euro.  (© AP)


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