Menschenrechtler kritisieren Asylpolitik Griechenlands
veröffentlicht am 13.10.2009

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat den Umgang Griechenlands mit Einwanderern scharf kritisiert. Jedes Jahr würden zehntausende Flüchtlinge, darunter zahlreiche Kinder, unter unzumutbaren Bedingungen in Gewahrsam genommen, erklärte die Organisation am Dienstag in Athen. Viele hätten nicht die Möglichkeit, Asylanträge zu stellen, und würden illegal in die Türkei abgeschoben.
Athen - Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat den Umgang Griechenlands mit Einwanderern scharf kritisiert. Jedes Jahr würden zehntausende Flüchtlinge, darunter zahlreiche Kinder, unter unzumutbaren Bedingungen in Gewahrsam genommen, erklärte die Organisation am Dienstag in Athen. Viele hätten nicht die Möglichkeit, Asylanträge zu stellen, und würden illegal in die Türkei abgeschoben.
Human Rights Watch rief die Europäische Union auf, Druck auf die neue sozialistische Regierung in Athen auszuüben, damit diese die «missbräuchliche» Behandlung von illegal Eingewanderten beende. Im vergangenen Jahr nahmen die griechischen Behörden 146.000 illegal Eingewanderte fest. 2002 hatte die Zahl noch bei 58.000 gelegen.
Die meisten Flüchtlinge kommen aus Afghanistan, dem Irak und aus Afrika über die Türkei nach Griechenland. Die Anfang des Monats abgelöste konservative Regierung stand immer wieder wegen ihrer Asylpolitik in der Kritik. Laut Behördenangaben wurden im vergangenen Jahr weniger als ein Prozent aller Asylanträge genehmigt. (© AP)




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