Deutsche und französische Regierung begrüßen Liikanen-Vorschläge

veröffentlicht am 22.01.2013


BERLIN--Die deutsche und die französische Regierung haben sich hinter die Liikanen-Vorschläge für eine Abspaltung hochriskanter Bankgeschäfte gestellt. In einer gemeinsamen Erklärung begrüßten sie die Vorschläge der "hochrangigen Expertengruppe für mögliche Reformen der Struktur des Bankensektors" und die von der EU dazu eingeleiteten Konsultationen.

 

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Berlin - BERLIN--Die deutsche und die französische Regierung haben sich hinter die Liikanen-Vorschläge für eine Abspaltung hochriskanter Bankgeschäfte gestellt. In einer gemeinsamen Erklärung begrüßten sie die Vorschläge der "hochrangigen Expertengruppe für mögliche Reformen der Struktur des Bankensektors" und die von der EU dazu eingeleiteten Konsultationen.


"Diese stellen einen wichtigen Beitrag für die Einführung einer rechtlichen Abtrennung besonders riskanter Banktätigkeiten unter Beibehaltung der für Kunden und die Wirtschaft im Allgemeinen wichtigen Tätigkeiten dar", heißt es in der Erklärung des Deutsch-Französischen Ministerrates. Beide Länder versichern, sich um die Umsetzung der Vorschläge des finnischen Notenbankchefs Erkki Liikanen "auf europäischer und nationaler Ebene" zu bemühen. Ziel sei, "die mit spekulativen Tätigkeiten verbundenen Risiken zu mindern, die Finanzstabilität zu bewahren und die Wirtschaft effizient zu finanzieren".


Im Kern zielen die Vorschläge für die Reform des Bankensektors darauf ab, dass die Investmentbanking-Sparte einer Universalbank ab einer gewissen Größe nicht mehr durch den Rest des Hauses refinanziert werden soll. "Wir bekommen dadurch keine risikofreie Welt, aber das systemische Risiko wird kleiner", hatte Liikanen argumentiert. Besonders die SPD unterstützt das Trennbanken-Modell. Ihr Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hatte ein ähnliches Modell zur Bankentrennung vorgeschlagen. Finanzexperten von CDU/CSU und FDP haben zugesagt, die Liikanen-Vorschläge zu prüfen. In Deutschland würde die Reform vor allem die Deutsche Bank treffen.


Kontakt zur Autorin: Susann.Kreutzmann@dowjones.com  (© Dow Jones)



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