Industriestaaten wollen an Konjunkturprogrammen festhalten

veröffentlicht am 04.10.2009


Die sieben führenden Industriestaaten (G-7) wollen vorerst an den Konjunkturprogrammen gegen die Wirtschaftskrise festhalten. Die Erholung sei noch fragil, und die Arbeitslosigkeit steige weiter, erklärten die Finanzminister der G-7, die am Samstag vor der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Istanbul zusammenkamen.

 

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Istanbul - Die sieben führenden Industriestaaten (G-7) wollen vorerst an den Konjunkturprogrammen gegen die Wirtschaftskrise festhalten. Die Erholung sei noch fragil, und die Arbeitslosigkeit steige weiter, erklärten die Finanzminister der G-7, die am Samstag vor der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Istanbul zusammenkamen.


Es war das erste Treffen der Finanzminister aus Deutschland, den USA, Großbritannien, Frankreich, Italien, Japan und Kanada seit dem Gipfel der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G-20) in Pittsburgh Ende September. Deren Staats- und Regierungschefs hatten sich darauf verständigt, dass die G-20 künftig das maßgebliche Gremium für globale Wirtschaftsfragen sein soll.


Damit verliert die Siebenergruppe an Bedeutung. Es gibt bereits Spekulationen über eine Auflösung des G-7-Formats. Die französische Finanzminister Christine Lagarde wies dies am Samstag jedoch zurück. «Die Existenz der G-7 ist völlig berechtigt», sagte sie. «Es ist für uns nach wie vor wichtig, über Wirtschafts- und Finanzthemen zu sprechen.» Lagarde räumte aber ein, dass es bei künftigen Treffen vermutlich keine Abschlusserklärung mehr geben solle.


Am Rande des Finanzministertreffens kündigten Großbritannien und Frankreich an, den ärmsten Ländern mit Krediten in Höhe von vier Milliarden Dollar (2,75 Milliarden Euro) aus der Wirtschaftskrise helfen zu wollen. «Wenn wir nichts tun, wird die Armut zunehmen», erklärte der britische Finanzminister Alistair Darling. Dann bräuchten die armen Länder noch viel länger, sich von der Krise zu erholen, die sie nicht verschuldet hätten.


Paris und London wollen dem IWF jeweils 2 Milliarden Dollar zur Verfügung stellen. IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn begrüßte die Ankündigung und äußerte seine Hoffnung auf Zusagen aus weiteren Ländern.  (© AP)



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