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Deutsche Bank bekommt wieder Besuch vom Staatsanwalt

veröffentlicht am 20.12.2012


Von Madeleine Nissen

 

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Berlin - Von Madeleine Nissen


Geschäftsräume der Deutschen Bank sind erneut durchsucht worden. Diesmal ging es nicht um Steuerbetrug sondern um den Verdacht der bewussten Falschaussagen im Kirch-Prozess. Den ehemaligen Vorständen Josef Ackermann, Rolf Breuer und Tessen von Heydebreck sowie dem ehemaligen Aufsichtsratschef Clemens Börsig wird vorgeworfen, bewusst falsche Angaben während der Beweisaufnahme im KGL Pool Gmbh Verfahren gemacht zu haben.


Die Bank bestätigte die Durchsuchung ihrer Räumlichkeiten auf Anfrage des Wall Street Journal Deutschland. Sie sieht die vor über einem Jahr erhobenen Vorwürfe weiterhin als unbegründet an.


Mit der Großrazzia vergangene Woche sei der Einsatz der Staatsanwaltschaft nicht zu vergleichen, sagten Bankeninsider. In den Räumen der Bank waren diesmal zehn Ermittler.


Das Institut befindet sich seit 2002 im Streit mit dem inzwischen verstorbenen Medienunternehmer Leo Kirch und seinen Erben und wurde vergangene Woche in München zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt.


Am Dienstag hatte das Institut in dem Streit eine weitere Schlappe erlitten. Ein Aktionär aus dem Kirch-Lager hatte wichtige Beschlüsse der Hauptversammlung 2012 mit Erfolg angefochten. Das Landgericht Frankfurt erklärte die Wahl von Paul Achleitner zum Aufsichtsratschef und weiterer AR-Mitglieder für nichtig. Auch die Entlastung des Vorstands sowie die Feststellung des Jahresabschluss sind nach dem Urteil ungültig, das allerdings noch nicht rechtskräftig ist.


Kontakt zur Autorin: madeleine.nissen@wsj.com  (© Dow Jones)


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