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27. September 2009
Zeitungsverleger fordern Schutz vor Inhalte-Klau im Internet
Fulda - Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) fordert einen besseren Schutz vor professionellem Inhalte-Klau im Internet. Es sei nicht länger hinnehmbar, dass aufwendig produzierte Qualitätsinhalte der Zeitungen von Dritten kommerziell genutzt würden, ohne dass auch nur ein Cent an die Verlage zurückfließe, sagte BDZV-Präsident Helmut Heinen.
Nötig seien effektive Bezahlmodelle für die Internetinhalte der Zeitungen, denn allein mit Online-Werbung sei publizistische Qualität im Internet nicht finanzierbar. Die künftige Bundesregierung müsse die freie Presse mit besseren Rahmenbedingungen stärken und mit einem umfassenden Leistungsschutzrecht vor den Fehlentwicklungen im Internet schützen, forderte Heinen.
Obwohl immer noch sieben von zehn Bundesbürgern eine Tageszeitung hätten, verstärke sich vor allem bei Jüngeren der Trend zur Internetnutzung. Besorgniserregend sei in diesem Zusammenhang aber, dass das Interesse der jüngeren Internet-Nutzer an politischen Themen kontinuierlich zurückgehe. Am Ende dieser Entwicklung könne womöglich Politikverachtung stehen. Dem müssten die Zeitungen mit professionellem Journalismus, kontinuierlicher Information, Erklären und Gewichten von Fakten gegensteuern.
Für die deutschen Zeitungsverlage sei 2009 das wirtschaftlich schwierigste Jahr seit Jahrzehnten. Die Zeitungsverleger und alle privaten Medien bekämen die Krise in aller Härte zu spüren und könnten nicht auf «dicke Gebührenpolster der öffentlich- rechtlichen Rundfunkanstalten zurückgreifen». Trotzdem fordere der BDZV keine Staatshilfen. «Unser Ziel ist der Erhalt der Qualitätspresse in einer digitalisierten Welt», sagte Heinen. weiterlesen >>

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