HeidelbergCement: Schuldenabbau hat Vorrang
veröffentlicht am 15.07.2012

Der Baustoffkonzern HeidelbergCement muss weiter sparen. "Der Abbau der Nettoverschuldung hat für uns weiter oberste Priorität", sagte der Vorstandsvorsitzende Bernd Scheifele der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FASZ). "Wir wollen einen Schuldenstand von 6,5 Milliarden Euro erreichen, damit HeidelbergCement bei den Ratingagenturen zügig wieder zur soliden Kategorie Investmentgrade zählt", so Scheifele.
Berlin - Der Baustoffkonzern HeidelbergCement muss weiter sparen. "Der Abbau der Nettoverschuldung hat für uns weiter oberste Priorität", sagte der Vorstandsvorsitzende Bernd Scheifele der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FASZ). "Wir wollen einen Schuldenstand von 6,5 Milliarden Euro erreichen, damit HeidelbergCement bei den Ratingagenturen zügig wieder zur soliden Kategorie Investmentgrade zählt", so Scheifele. Ende 2011 belasteten HeidelbergCement Schulden in Höhe von 7,7 Milliarden Euro. "Es ist jetzt nicht die Zeit für mutige Zukäufe."
In Großbritannien, den Benelux-Ländern und einigen Staaten Osteuropas entwickle sich die Zementnachfrage teilweise spürbar schwacher, sagte Scheifele der Zeitung. In Deutschland hingegen profitiere der Konzern von einer Sonderkonjunktur bei Immobilien.
Mit Blick auf die Euro-Krise könne sich sein Unternehmen Gelassenheit erlauben, sagte Scheifele weiter. "HeidelbergCement produziert ja nicht nur in Europa. In Nordamerika, Afrika und Asien sehen wir eine gute Entwicklung der Nachfrage." In Indonesien sei der Absatz mittlerweile fast dreimal so hoch wie in Deutschland.
Bei Aufstieg in die "Investmentgrade"-Kategorie will Scheifele die Dividenden für Aktionäre erhöhen: "Nach Rückkehr in die Kategorie "Investmentgrade" wollen wir bis zu 35 Prozent unseres Jahresüberschusses ausschütten", sagte er. (© Dow Jones)




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