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US-Soldaten schießen irakischen Schuhwerfer nieder

veröffentlicht am 18.09.2009


Seinen Ärger über eine Patrouille mit US-Soldaten hätte ein Iraker fast mit dem Leben bezahlt. Als Ahmed al Dschumaili am Mittwoch in Falludscha einen Schuh auf die Soldaten warf, glaubten diese, dass es womöglich eine Granate sei, und schossen. Al Dschumaili wurde verletzt und dann von den Soldaten der irakisch-amerikanischen Patrouille medizinisch versorgt, wie die US-Streitkräfte am Donnerstag mitteilten.

 

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Bagdad - Seinen Ärger über eine Patrouille mit US-Soldaten hätte ein Iraker fast mit dem Leben bezahlt. Als Ahmed al Dschumaili am Mittwoch in Falludscha einen Schuh auf die Soldaten warf, glaubten diese, dass es womöglich eine Granate sei, und schossen. Al Dschumaili wurde verletzt und dann von den Soldaten der irakisch-amerikanischen Patrouille medizinisch versorgt, wie die US-Streitkräfte am Donnerstag mitteilten. Die Soldaten hätten in Selbstverteidigung gehandelt, hieß es.


Das Werfen eines Schuhs gilt in der arabischen Welt als eine Art Beleidigung, mit der jemand seine Verachtung für den anderen zum Ausdruck bringt. Al Dschumaili sagte der Nachrichtenagentur AP, er habe die Beherrschung verloren, als er die Patrouille gesehen habe.


Sein großes Vorbild ist vielleicht der Journalist Muntadhar al Seidi, der den damaligen US-Präsidenten George W. Bush am 14. Dezember vergangenen Jahres bei dessen Abschiedsbesuch in Bagdad mit seinen Schuhen beworfen hatte. Tausende in der ganzen arabischen Welt bejubelten die Tat.


Damit habe er die irakische Ehre wiederhergestellt, hieß es. Er wurde erst am Dienstag wegen dieser Tat aus der Haft entlassen. Er hält sich derzeit in Syrien auf, wo er sich medizinisch untersuchen ließ, wie sein Bruder am Donnerstag mitteilte.  (© AP)



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