200.000 Beschäftigte weniger in der Industrie
veröffentlicht am 17.09.2009

Die Konjunkturschwäche der vergangenen Monate hat allein in der Industrie zum Abbau von 202.400 Stellen geführt. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte, fanden damit in der Branche Ende Juli 3,9 Prozent Mitarbeiter weniger einen Job als im Vorjahresmonat. «Dies bedeutet den größten Rückgang der Beschäftigtenzahl im Vergleich zu einem Vorjahresmonat seit mehr als zwölf Jahren», erklärten die Statistiker.
Wiesbaden - Die Konjunkturschwäche der vergangenen Monate hat allein in der Industrie zum Abbau von 202.400 Stellen geführt. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte, fanden damit in der Branche Ende Juli 3,9 Prozent Mitarbeiter weniger einen Job als im Vorjahresmonat. «Dies bedeutet den größten Rückgang der Beschäftigtenzahl im Vergleich zu einem Vorjahresmonat seit mehr als zwölf Jahren», erklärten die Statistiker. Berechnet wurden die Zahlen für Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten.
Besonders betroffen vom Stellenabbau waren die Bereiche Herstellung von Metallerzeugnissen (minus 5,4 Prozent) sowie Gummi- und Kunststoffwaren (minus 5,3 Prozent). Aber auch in der schwer angeschlagenen Automobilbranche (minus 4,9 Prozent) ging es kräftig bergab. Im Maschinenbau ging die Zahl der Mitarbeiter um 3,2 Prozent zurück. Allerdings war auch ein Beschäftigungsaufbau zu verzeichnen: Bei Nahrungs- und Futtermitteln registrierten die Statistiker einen Stellenzuwachs von 1,6 Prozent gegenüber Juli 2008.
Noch deutlicher ging die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden zurück: Auf Jahressicht sackten die Arbeitsstunden um 10,4 Prozent auf 630 Millionen ab. Das sei auch eine Folge der starken Nutzung der Kurzarbeit, wie das Bundesamt weiter mitteilte. Auch die Bruttolohn- und Gehaltssumme ging mit minus 8 Prozent auf 16,6 Milliarden Euro kräftig zurück. (© AP)




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