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14. September 2009
Bayerischer Industrieverband hat 750.000 Euro für CSU und FDP übrig
Berlin - Der Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie hat im Juli eine dreiviertel Million Euro an CSU und FDP überwiesen. Das geht aus einer Mitteilung des Bundestagspräsidiums über Großspenden an Parteien hervor. An die CSU gingen danach 600.000, an die FDP 150.000 Euro. Die Zuwendung an die Christsozialen war bei weitem die größte in der Liste, die nur Spenden von mehr als 50.000 Euro verzeichnet. Grüne und Linke kommen darin überhaupt nicht vor.
Die FDP erhielt laut einer «Spiegel»-Vorabmeldung neben den 150.000 Euro vom bayerischen Metallindustrieverband in den vergangenen Monaten Großspenden von Banken und Finanzdienstleistern. Im Juni hätten die Liberalen 200.000 Euro von der Deutschen Bank, 150.000 von der Deutschen Vermögensberatung AG und 100.000 Euro von der Allfinanz Deutsche Vermögensberatung erhalten, meldete das Magazin am Samstag vorab. Im April seien 250.000 Euro von der Düsseldorfer Finanzierungsgesellschaft Substantia an die FDP gegangen.
Die CDU hat nach Angaben des Bundestages im Juli 106.000 Euro von der Hamburger Berenberg Bank und vom Verband der Chemischen Industrie 100.000 Euro eingestrichen. Die SPD erhielt im Juli nichts. Im Juni bedachte sie der Daimler-Konzern mit 150.000 Euro; die CDU erhielt ebenfalls 150.000 Euro vom Stuttgarter Autobauer.
Die exotischste Großspende ist ein Zinsverzicht der niederländischen «Dr. Rath Education Services GmbH» von 103.135,41 Euro zugunsten der Partei AGFG (Allianz für Gesundheit, Frieden und soziale Gerechtigkeit), die allerdings nicht zur Bundestagswahl kandidiert. Prominentestes Mitglied ist der Alternativheiler Matthias Rath.

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