MÄRKTE USA/Gute Stimmung trotz Dämpfer vom Arbeitsmarkt

veröffentlicht am 12.04.2012


Die US-Aktienkurse haben am Donnerstag wohl noch ein wenig Luft nach oben. Die an sich gute Stimmung bekam freilich einen Dämpfer mit vorbörslichen Konjunkturdaten. Der stark beachtete Arbeitsmarkt hat sich auf Wochenbasis schwächer entwickelt als erhofft, denn die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen um 13.000.

 

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New York - Die US-Aktienkurse haben am Donnerstag wohl noch ein wenig Luft nach oben. Die an sich gute Stimmung bekam freilich einen Dämpfer mit vorbörslichen Konjunkturdaten. Der stark beachtete Arbeitsmarkt hat sich auf Wochenbasis schwächer entwickelt als erhofft, denn die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen um 13.000. Volkswirte hatten lediglich mit 1.000 gerechnet. Der S&P-Future legt 0,2 Prozent zu, der Nasdaq-Future 0,3 Prozent. Im Vorfeld der Daten lagen die Indizes noch bei plus 0,4 Prozent.


Etwas Hilfe für den Markt kommt vom leichteren Dollar, durch den US-Aktien für ausländische Investoren billiger werden. Zudem haben manche Anleger noch die Aussagen der Vize-Chefin der US-Notenbank Janet Yellen von der vergangenen Nacht im Ohr. Sie hat sich für eine weiterhin lockere Geldpolitik der Fed ausgesprochen - so etwas hören die Aktien-Investoren gern. Heute wollen sich mindestens vier weitere Repräsentanten der Federal Reserve äußern.


Die Vorgaben aus Asien und Europa liefern ein eher verwaschenes Bild. In Asien legten die Börsen etwas zu, während die europäischen Märkte nicht einheitlich tendieren. In einer stark beachteten Auktion musste Italien für Anleihen kürzerer Laufzeit höhere Renditen zahlen als bislang. Damit wurde die Furcht angefacht, dass die Schuldenkrise von Spanien auf andere Euro-Länder, voran Italien, übergreift.


Die US-Anleihen profitieren etwas von den schwachen Konjunkturdaten. Die Rendite der zehnjährigen Titel fällt auf 2,04 Prozent.


Die soeben angelaufene Berichtssaison setzt sich fort. Mit Spannung wartet der Markt auf die Quartalszahlen von Google, die nachbörslich mitgeteilt werden. Experten rechnen im Schnitt mit einem Gewinn je Aktie von 9,65 Dollar. Fastenal hat bereits vorbörslich Zahlen ausgewiesen. Der Hersteller von Schrauben und anderen Werkzeugen hat zwar einen Gewinnsprung von 26 Prozent vorzuweisen. Doch lag der Gewinn je Aktie mit 0,34 Dollar unter der Prognose von Analysten, die mit 0,35 Dollar je Anteilsschein gerechnet hatten. Die Aktie gibt vorbörslich um 0,3 Prozent nach.


Avid Technology brechen um gut 15 Prozent ein. Der Software-Anbieter für digitale Medien schockt Anleger mit schwachen Quartalszahlen. Die Gesellschaft geht für die erste Periode von Umsätzen in der Größenordnung von 152 Millionen Dollar aus, die Markterwartung hatte dagegen bei 161 Millionen Dollar gelegen. Darüber hinaus rechnet Avid mit roten Zahlen, der Betriebsverlust soll 15 Millionen Dollar betragen. Auf bereinigter Basis betrug der operative Fehlbetrag 8 Millionen Dollar.


McKesson zeigen sich dank einer wichtigen Abmachung mit der US-Regierung im Aufwind. Der Medikamentenvertreiber bleibt nach eigenen Angaben der Schlüssellieferant für die Regierungsstelle, die sich mit den Belangen von früheren Soldaten befasst. McKesson gewann die Ausschreibung zur Belieferung aller Medizinzentren für die US-Veteranen in den kommenden zwei Jahren. Auch für die Online-Bestellung von Präparaten bleibt das kalifornische Unternehmen zuständig. Die Aktie gewinnt vorbörslich 4,7 Prozent.


Am Mittwoch gewann der Dow-Jones-Index 0,7 Prozent auf 12.805 Punkte, der S&P-500 legte um 0,7 Prozent auf 1.369 Punkte zu.  (© Dow Jones)



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