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MÄRKTE ASIEN/Konjunkturdaten aus China und USA machen Hoffnung

veröffentlicht am 02.04.2012


SINGAPUR (Dow Jones) Mit vorsichtigem Optimismus sind die ostasiatischen Börsen am Montag in das zweite Quartal des Jahres gestartet. Für Zuversicht sorgten die jüngsten positiven US-Konjunkturdaten sowie der offizielle Einkaufsmanagerindex in China, der im März auf den höchsten Stand seit zwölf Monaten gestiegen ist. Damit wurden Ängste vor einer harten Landung der chinesischen Konjunktur in den Hintergrund gedrängt.

 

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Berlin - SINGAPUR (Dow Jones) Mit vorsichtigem Optimismus sind die ostasiatischen Börsen am Montag in das zweite Quartal des Jahres gestartet. Für Zuversicht sorgten die jüngsten positiven US-Konjunkturdaten sowie der offizielle Einkaufsmanagerindex in China, der im März auf den höchsten Stand seit zwölf Monaten gestiegen ist. Damit wurden Ängste vor einer harten Landung der chinesischen Konjunktur in den Hintergrund gedrängt.


In Japan kam der Nikkei-225 im späten Handel von höheren Ständen zuvor deutlich zurück und schloss 0,2 Prozent höher. Der Konjunkturbericht "Tankan" der Notenbank war schwächer als erwartet ausgefallen, was den Yen belastete. An den Festlandbörsen in China wurde wegen eines Feiertags nicht gehandelt.


Hauptthema war der offizielle Einkaufsmanagerindex des Verarbeitenden Gewerbes in China. Der saisonal unbereinigte Index erreichte im März einen Wert von 53,1 nach 51 im Februar und fiel deutlich besser aus als erwartet. Gleichzeitig förderte der von der Großbank HSBC ermittelte Einkaufsmanagerindex aber einen schwächeren und unter der Expansionsschwelle von 50 liegenden Wert zutage. Den Volkswirten der HSBC zufolge bleibt mit diesen gemischten Daten die Hoffnung auf geldpolitische Lockerungen in China am Leben erhalten, zumal der Inflationsdruck weiter nachlasse.


Der insgesamt gestiegen Risikoappetit und der schwache Tanken-Bericht setzten dem Yen zu, während als risikoreicher geltende Devisen wie der Euro und der australische Dollar profitierten. "Aus technischer Sicht könnte der Dollar die 84er Marke testen, wenn er den Widerstand bei 83,50 Yen durchbricht", sagte Devisenfachmann Junichi Ishikawa von IG Markets Securities. Viel hänge davon ab, wie die kommenden US-Konjunkturdaten ausfielen.


Unterdessen stieg der Ölpreis der US-Sorte WTI um 0,18 auf 13,20 Dollar, während der Goldpreis minimal auf 1.668,50 zurückkam im Vergleich zum Schlusskurs am Freitag in New York. An den Börsen wurden zyklische Aktien favorisiert, allen voran exportsensitive Titel und Papiere aus dem Rohstoffsektor. Der gestiegene Ölpreis kam Aktien aus dem Energiesektor zugute.


In Seoul stiegen Samsung Electronics um 1,9 Prozent und Hyundai Motor um 3 Prozent. In Tokio bewegte vor allem der schwächere Yen die Kurse nach oben, wenngleich der Markt insgesamt vom Tankan-Bericht gebremst wurde. "Die Daten zeigen, dass die Großunternehmen immer noch besorgt sind über den starken Yen. Die japanische Notenbank könnte sich genötigt sehen, Maßnahmen gegen diese Sorgen zu ergreifen", meinte Marktstratege Atsushi Ito von der UBS. Der Konjunkturumfrage zufolge blieb der Stimmungsindex unverändert zur Dezember-Befragung bei minus 4, während Analysten eine Verbesserung auf minus 1 erwartet hatten.


Tagesfavoriten waren Titel mit China-Fantasie wie Fanuc und Hitachi Construction Machinery mit Gewinnen von 2 bzw 2,7 Prozent. Im Finanzsektor trieben Hoffnungen auf höhere Gewinne die Kurse. Einem Pressebericht zufolge werden die drei Großbanken des Landes für das zuende gegangene Fiskaljahr zusammen einen Gewinn von 24,2 Milliarden Dollar ausweisen. Gegenüber dem Vorjahr wäre das ein Plus von rund 30 Prozent und zurückzuführen auf niedrigere Abschreibungen und einen Rückgang der notleidenden Kredite. Mitsubishi UFJ Financial stiegen um 3,4 Prozent, Sumitomo Mitsui Financial um 1,7 Prozent und Nomura Holdings um 2,5 Prozent.


In Sydney gab der Index Anfangsgewinne von 1 Prozent fast vollständig wieder ab. Die Euphorie sei im Tagesverlauf wieder abgeebbt, zudem sei es eine sehr einseitige Rally gewesen mit Gewinnen bei Rohstofftiteln, während andere Branchen nachgegeben hätten. Belastet habe ein australischer Index zur Entwicklung im Verabeitenden Gewerbe, der im März auf 49,5 Punkte gesunken sei und damit auf eine Kontraktion hindeute, hieß es. BHP Billiton zogen mit China-Fantasie dennoch um 1,5 Prozent an und Rio Tinto um 1,2 Prozent.  (© Dow Jones)



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