Europas Börsen schwächeln

veröffentlicht am 23.03.2012


Europas Börsen haben am Freitag nach wechselhaftem Verlauf mit leichten Verlusten geschlossen. Händler sprachen von fortgesetzter Verunsicherung nach den schwachen Einkaufsmanagerindizes aus China und der Eurozone am Vortag. Sie befürchteten, dass der deutsche ifo-Geschäftsklimaindex am Montag enttäuschen und damit auch die stärkste Volkswirtschaft der Eurozone ins Schlingern geraten könnte.

 

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Frankfurt - Europas Börsen haben am Freitag nach wechselhaftem Verlauf mit leichten Verlusten geschlossen. Händler sprachen von fortgesetzter Verunsicherung nach den schwachen Einkaufsmanagerindizes aus China und der Eurozone am Vortag. Sie befürchteten, dass der deutsche ifo-Geschäftsklimaindex am Montag enttäuschen und damit auch die stärkste Volkswirtschaft der Eurozone ins Schlingern geraten könnte. Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,2 Prozent oder 5 auf 2.525 Punkte, der Stoxx-50 sank um 0,2 Prozent bzw 6 auf 2.489 Stellen. Immerhin schlossen beide damit über ihren Tagestiefs.


Auch in den USA ist der wirtschaftliche Aufschwung eine zähe Angelegenheit. Die Erholung des US-Immobilienmarktes verläuft nur stockend. So erreichte die Zahl der verkauften Neubauten im Februar den niedrigsten Wert seit Oktober 2011. Ökonomen hatten mit einem Anstieg von 1,2 Prozent gerechnet, tatsächlich gingen die Verkäufe um 1,6 Prozent zum Vormonat zurück. Warnsignale gab es auch aus den Staaten der südlichen Peripherie. Die Renditen für zehnjährige Benchmarkanleihen von Spanien und Italien haben in den vergangenen Tagen kräftig angezogen. "Eine schwächere Konjunktur in der Eurozone dürfte es den Regierungen erschweren, die Schulden in den Griff zu bekommen", sagte ein Händler.


Spanische Bankenwerte unter Druck


Bei den Bankenwerten fielen die Verluste der spanischen Werte auf. "Spanien wird zunehmend wieder als Risiko an den Finanzmärkten wahrgenommen", meinte ein Händler. Die zwei Dreijahrestender der EZB hatten eine erhebliche Entspannung am spanischen Anleihemarkt zur Folge und die Renditen der Benchmarkanleihen von mehr als 6,5 Prozent auf unter 5 einbrechen lassen. Nun hat sich der Trend aber wieder umgekehrt und spanische Renditen stehen wieder bei 5,5 Prozent.


Aber nicht nur die Sorgen um die Staatsfinanzen belasteten, sondern auch die vom schwachen Immobilienmarkt Spaniens ausgehenden Gefahren. Weiter fallende Häuserpreise bedrohen die Bilanzen der Geldhäuser. BBVA gaben um 1,1 Prozent auf 6,04 Euro nach, Santander verloren ein Prozent auf 6,04 Euro. Beide Aktien haben damit fast alle Gewinne seit Jahresbeginn wieder abgegeben. Dagegen stieg der Stoxx-600-Index der Banken um 0,2 Prozent.


Telekomwerte gefragt - Pensionspläne von BT Group kommen gut an


Telekomwerte stiegen dagegen um 0,3 Prozent. Anleger reagierten mit Erleichterung auf die Pensions-Pläne von BT Group. BT wird bis Ende März eine einmalige Zahlung von 2 Milliarden Pfund in den Altersvorsorge-Fonds leisten. In der Folge sind jährliche Zahlungen von 325 Millionen Pfund von 2013 bis 2021 geplant. Nach Einschätzung von J.P. Morgan zeigt BT damit, dass der Konzern seine Pensionsverpflichtungen unter Kontrolle hat. BT Group gewannen 5,4 Prozent auf 232 Pence.


In einem neu konzipierten Abendbericht zu den europäischen Märkten wirft Dow Jones ab Montag, 26. März börsentäglich gegen 18.45 Uhr einen Blick auf die wichtigsten Entwicklungen bei Aktien, Anleihen und am Devisenmarkt. Er löst die entsprechenden Schlussberichte zu Devisen und europäischen Aktien ab.


Ihre Meinung ist uns wichtig. Schreiben Sie an feedback.de@dowjones.com.  (© Dow Jones)



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