Bremens Ex-Bürgermeister gegen "Alten-Ghettos"

veröffentlicht am 18.03.2012


Der Bremer Ex-Bürgermeister Henning Scherf (SPD) hat Rentner und Pensionäre aufgerufen, aktiv zu bleiben und sich einzumischen. Anlässlich der Erfolgskomödie "Best Exotic Marigold Hotel", in der Briten in Indien eine Art Alten-WG gründen, schrieb Scherf im Nachrichtenmagazin FOCUS: "Das sind so liebevoll gezeichnete biografische Altersgeschichten, die mich anrühren, weil sie den Leuten eine Hoffnung mit auf den Weg geben: Gebt euch nicht auf! Ihr könnt die spannendsten Sachen erleben, ihr müsst einfach einen Schritt aus eurer Behausung machen und euch auf andere zu bewegen!

 

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München / Bremen - Der Bremer Ex-Bürgermeister Henning Scherf (SPD) hat Rentner und Pensionäre aufgerufen, aktiv zu bleiben und sich einzumischen. Anlässlich der Erfolgskomödie "Best Exotic Marigold Hotel", in der Briten in Indien eine Art Alten-WG gründen, schrieb Scherf im Nachrichtenmagazin FOCUS: "Das sind so liebevoll gezeichnete biografische Altersgeschichten, die mich anrühren, weil sie den Leuten eine Hoffnung mit auf den Weg geben: Gebt euch nicht auf! Ihr könnt die spannendsten Sachen erleben, ihr müsst einfach einen Schritt aus eurer Behausung machen und euch auf andere zu bewegen! Und wenn es Indien ist, dann ist es eben Indien. Kann aber auch genauso München sein, Berlin oder wo auch immer!"


Wirklich gestrig ist laut Scherf das Argument, man nehme dem Staat damit soziale Pflichten und Kosten ab. "Auch wenn ich das gegen eigene Parteifreunde sage", so der 73-Jährige. "Die Gesellschaft von heute ist eine völlig andere als jene im 19. Jahrhundert, als das mit der Sozialversicherung anfing. Wir erleben eine immer älter werdende Bevölkerung, und diese Alten sind mobil. Es ist falsch, diesen Millionen das Bild des 19. Jahrhunderts aufzubinden - alt ist normal, sage ich mal. Und in der Normalität gibt es eben alles. Etwa viele Leute, die sich noch einmischen wollen - wie ich."


Seine politische Hoffnung sei, nicht einfach der Politik die Verantwortung zuzuschieben, "sorgt für die nächsten Milliarden und baut und baut und baut!", so Scherf. "Wir wollen ja gar nicht in diese Altenpflege-Quartiere, in solche Alten-Ghettos rein. Die meisten von uns wollen mitten im Leben bleiben. Es gibt eben ganz unglaublich viele alte Leute, die mit anpacken wollen. Und das ist ein Schatz. Und diesen Schatz möchte ich nicht ungehoben lassen." (ghd)  


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"Bremens Ex-Bürgermeister gegen "Alten-Ghettos""
Karin Michaelis am 19.03.2012 - 09:12 Uhr:
Danke Herr Scherf,
Ihre Meinung bestätigt mein Denken. Nur nicht unterkriegen lassen, auch nicht im Alter. Meine persönliche Erfahrung ist, nur wenn man sich für vieles interessiert, sich gesellschaftlich einbindet, Interesse an der Jugend und ihren Problemen hat, nicht auf den eigenen "Standpunkt" beharrt, lässt sich das Alter viel beschwingter erleben. Standpunkt bedeutet für mich, da steht man fest drauf und bewegt sich nicht. Was gestern galt, kann heute eben out sein.
Der Film zeigte mit viel Sensibilität, dass neue Wege sehr spannend und auch entspannend sein können.
net-tribune

 

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