Unruhen erwartet: Zwei NPD-Kundgebungen in Norddeutschland
Hamburg - Die Polizei in Norddeutschland rüstet sich für mögliche Ausschreitungen am Wochenende. In Hamburg sind für (den morgigen) Freitag eine Kundgebung der NPD und eine Gegendemonstration angekündigt. Am Samstag könnte es zudem bei einem Straßenfest der linksautonomen Szene im Hamburger Schanzenviertel wie in der Vergangenheit zu Randalen kommen. Gleichzeitig ist die Polizei am Samstag in Hannover bei einem weiteren Aufmarsch der NPD und einer Gegendemonstrationen im Einsatz. Beide Städte werden ein massives Polizeiaufgebot erleben.
Zu der Versammlung der NPD am Freitagabend in Hamburg erwartet die Polizei etwa 100 Teilnehmer und bis zu 1.500 Gegendemonstranten, die nach einem Aufruf der Initiative «Hamburger Bündnis gegen Rechts» durch die Innenstadt ziehen werden. «Problematisch sind für uns eine Gruppe von 400 bis 500 Linksextremisten, die versuchen will, die Kundgebung der NPD zu stürmen», erklärte Polizeisprecher Ralf Meyer.
Früher am Nachmittag plant zudem die Linkspartei eine zentrale Wahlkampfveranstaltung mit ihrem Spitzenkandidaten Gregor Gysi ebenfalls in der Hamburger Innenstadt. Die Partei forderte ihre Unterstützer dazu auf, sich im Anschluss an der Demonstration gegen die NPD zu beteiligen. Gysi wird sich nach Auskunft eines Linkspartei-Sprechers nicht der Gegendemo anschließen.
Größere Sorgen bereitet der Polizei das für Samstag angekündigte, allerdings nicht angemeldete Straßenfest im Schanzenviertel. Erst Anfang Juli hatten etwa 1.000 Randalierer bei einem ähnlichen Fest Polizisten mit Knallkörpern, Steinen und Flaschen angegriffen und Barrikaden in Brand gesetzt. Mehr als 30 Polizisten wurden verletzt, 86 Personen festgenommen. weiterlesen >>