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Enttäuschung an Europas Börsen

veröffentlicht am 02.03.2012


-Nahezu unverändert zeigen sich Europas Aktienmärkte am Freitagmittag. Händler äußern sich etwas enttäuscht über den Marktzustand. Noch am Morgen war bei guter Gesundheit und Laune mit dem Brechen psychologisch wichtiger Marken wie der 7.000 im DAX oder neuen Jahreshochs gerechnet worden.

 

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Frankfurt - -Nahezu unverändert zeigen sich Europas Aktienmärkte am Freitagmittag. Händler äußern sich etwas enttäuscht über den Marktzustand. Noch am Morgen war bei guter Gesundheit und Laune mit dem Brechen psychologisch wichtiger Marken wie der 7.000 im DAX oder neuen Jahreshochs gerechnet worden. "Das sieht nun alles aus wie Kraut und Rüben", sagt ein Händler. Nachrichten von Unternehmensseite gebe es fast nicht und Konjunkturdaten gar nicht, die Sektor-Tendenzen seien völlig uneinheitlich. Lediglich ein Rundumschlag von Goldman Sachs mit Umstufungen von gleich sieben Sektoren sorgt für entsprechende Bewegung. Für Belastung sorgt indes der fortgesetzte Kursabsturz des Euro. Er nähert sich bereits der 1,32er-Marke zum Dollar. Der Euro-Stoxx-50 steigt gegen 12.31 Uhr um 0,1 Prozent oder 1 Punkt auf 2.549, der Stoxx-50 legt um 0,1% oder 2 auf 2.506 Zähler zu.


Branchenrundumschlag von Goldman Sachs


Ein Branchenrundumschlag kommt von Goldman Sachs. Die Analysten haben gleich sieben Sektoren umgestuft. Per Saldo zeigen sie nun eine Abneigung gegen defensive Werte und bevorzugen Konjunkturzykliker. Am meisten ins Auge sticht dabei die Hochstufung des Bankensektors auf "Overweight". Er legt um 0,5 Prozent zu. Auch Versorger steigen um 0,8 Prozent. Dagegen sehen die Marktexperten den Telekomsektor negativer und haben ihn mit "Underweight" auf die niedrigste Stufe gesetzt. Telekom-Werte fallen um 0,4 Prozent.


Goldman rechnet nun kurzfristig an den Aktienmärkten mit keiner nachhaltigen Schwäche mehr und erhöht daher seine Prognosen für diverse europäische Indizes. Dessen ungeachtet bleibe die Unsicherheit aber hoch. Die Experten favorisieren derzeit grundsätzlich die Themen Energie und Schwellenländer, mithin die Sektoren Öl, Versorger und Öldienstleister bzw Automobile und Luxusgüter.


Die Analysten sehen trotz der guten Kursentwicklung im Bankensektor weiteres Potenzial. Hier habe der zweite Dreijahrestender der EZB die Liquiditätssituation verbessert. Bewertungstechnisch handele der Sektor auf einem vernünftigen Niveau in Relation zum Buchwert.


Dividenden werden Hauptthema


Gestützt wird der Telekom-Sektor von seiner Dividendenstärke. Sie rutscht immmer mehr in den Fokus der Marktteilnehmer. So zu beobachten am Vortag bei Vivendi, als der Kurs nach einer enttäuschenden Prognose und gekürzter Barausschüttung förmlich zusammengefaltet wurde. Auch am Freitag setzt sich die Enttäuschung der Anleger gegenüber dem Papier fort, Vivendi fallen 2,2 Prozent auf 14,18 Euro. Dagegen profitieren kleine Player wie freenet umgekehrt von steigenden Dividenden. Nun hat auch die mit 20 Prozent an freenet beteiligte Drillisch eine höhere Dividende angekündigt. Der Kurs legte daraufhin in der Spitze fast 5 Prozent zu.


Automobilwerte auf Überholspur


Überdurchschnittlich legen die Kurse bei den Automobilwerten nach überzeugenden US-Absatzzahlen zu. Der Sektor steigt um 0,4 Prozent. Bereits an Wall Street gingen die Automobilwerte mit einem Plus von 2,1 Prozent als stärkster Sektor aus dem Handel. Im Februar konnten die Autobauer den neunten Monat in Folge wieder Absatzzuwächse ausweisen. Die Hersteller verkauften insgesamt 1,15 Millionen Fahrzeuge und damit 15,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Trend steigender Verkaufszahlen beschleunigte sich damit. Laut GM zeichnet sich nun auch für das Gesamtjahr in der Branche insgesamt ein deutliches Absatzwachstum in den USA ab.


"Die Zahlen sind für alle deutschen Hersteller stark, und auch für Fiat", meint ein Marktteilnehmer. Herausragend seien neben jenen der Chrysler-Tochter Fiat die Zahlen von VW: "Hier geht die Strategie mit der Produktion des langen Passat in den USA voll auf", so der Experte mit Blick auf das Plus von 42,5 Prozent im VW-Konzern. Fiat steigen darauf um 3,1 Prozent auf 4,69 Euro. Daimler um 1,1 Prozent, VW um 0,4 Prozent.  (© Dow Jones)



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