US-Anleihen nach Bernanke-Rede und Konjunkturdaten etwas leichter
veröffentlicht am 29.02.2012

Überraschend gute Konjunkturdaten haben die US-Anleihen am Mittwoch belastet. Auch Aussagen des US-Notenbankchairmans Ben Bernanke drückten die Kurse der Treasurys. In seiner Anhörung vor einem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses enttäuschte Bernanke Hoffnungen auf eine neuerliche quantitative Lockerung.
New York - Überraschend gute Konjunkturdaten haben die US-Anleihen am Mittwoch belastet. Auch Aussagen des US-Notenbankchairmans Ben Bernanke drückten die Kurse der Treasurys. In seiner Anhörung vor einem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses enttäuschte Bernanke Hoffnungen auf eine neuerliche quantitative Lockerung. Kursverluste an den Aktienmärkten milderten aber den Druck auf die Anleihen.
Im späten New Yorker Handel fielen zehnjährige Anleihen mit einem Kupon von 2,000 Prozent um 7/32 auf 100-8/32 und rentierten mit 1,97 Prozent. Der mit 3,125 Prozent verzinste Longbond gab um 3/32 auf 100-30/32 nach. Seine Rendite stieg auf 3,08 Prozent.
Die Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA und der Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago waren besser ausgefallen als erwartet. Der Einkaufsmanagerindex stieg im Februar auf 64,0, während Volkswirte einen Stand von 61,0 Punkten prognostiziert hatten. Im Januar hatte der Wert 60,2 Punkte betragen. Das BIP erhöhte sich nach einer ersten Datenrevision im vierten Quartal 2011 um annualisiert 3,0 Prozent zum Vorquartal. Ökonomen hatten ein Plus von 2,7 Prozent erwartet, nachdem das US-Handelsministerium in einer ersten Schätzung einen Anstieg um 2,8 Prozent gemeldet hatte.
Bernanke sagte in seiner Anhörung vor dem Ausschuss für Finanzdienstleistungen, dass sich die Wirtschaft zwar erhole, aber eine sehr akkomodierende Geldpolitik notwendig sei. Hinweise auf neuerliche quantitative Lockerungsmaßnahmen, also Anleihekäufe durch die US-Notenbank, seien aus seinen Äußerungen aber nicht herauszulesen, sagten Marktteilnehmer. Das Beige Book der US-Notenbank enthielt nicht viel Neues. Die Federal Reserve bescheinigte der US-Wirtschaft unverändert ein "mäßiges bis schwaches" Wachstum. (© Dow Jones)




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