E.ON und RWE haben kein Interesse an griechischen Privatisierungen
veröffentlicht am 29.02.2012

Die Energiekonzerne E.ON und RWE haben kein Interesse am griechischen Gasversorger DEPA oder am Netzbetreiber DESFA. Die griechische Regierung will die beiden Unternehmen privatisieren und hat deshalb Interessenten zur Abgabe von Geboten aufgefordert. Die beiden deutschen Konzerne wollen jedoch nicht mitbieten.
Frankfurt - Die Energiekonzerne E.ON und RWE haben kein Interesse am griechischen Gasversorger DEPA oder am Netzbetreiber DESFA. Die griechische Regierung will die beiden Unternehmen privatisieren und hat deshalb Interessenten zur Abgabe von Geboten aufgefordert. Die beiden deutschen Konzerne wollen jedoch nicht mitbieten.
Mit dem bereits lange erwarteten Privatisierungsprogramm will Griechenland bis 2015 insgesamt 19 Milliarden Euro einsammeln. "E.ON verhandelt nicht mit DEPA oder DESFA", sagte ein Sprecher des Düsseldorfer Konzerns. Die E.ON AG sei an den Vermögenswerten nicht interessiert.
Bei der RWE AG hieß es, der Konzern konzentriere sich auf die Konsolidierung der Bilanz und trenne sich im Zuge dessen von Vermögenswerten. "Wir haben ein umfassendes Veräußerungsprogramm angekündigt. Akquisitionen sind deshalb nicht in unserem Fokus", sagte eine RWE-Sprecherin.
Die beiden deutschen Energieriesen leiden derzeit unter den Folgen des Atomausstiegs in Deutschland. Als Konsequenz senken sie ihre Kosten und trennen sich von Assets, um ihre Schulden zu senken und ihre Geschäfte neu auszurichten. (© Dow Jones)




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