DEVISEN/Seitwärtsbewegung dominiert Währungspaar Euro/Dollar

veröffentlicht am 22.02.2012


Bei Euro zu Dollar hat sich am Mittwochnachmittag eine Seitwärtsbewegung etabliert. Die Einigung auf ein zweites Rettungspaket für Griechenland hatte dem Euro am Vortag noch zu Gewinnen verholfen, doch dieser Impuls war schnell versandet. Zu stärkeren Gewinnmitnahmen kommt es indes nicht.

 

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Frankfurt - Bei Euro zu Dollar hat sich am Mittwochnachmittag eine Seitwärtsbewegung etabliert. Die Einigung auf ein zweites Rettungspaket für Griechenland hatte dem Euro am Vortag noch zu Gewinnen verholfen, doch dieser Impuls war schnell versandet. Zu stärkeren Gewinnmitnahmen kommt es indes nicht. "Bei 1,3200 Dollar scheint der Kurs gut unterstützt. Alles in allem handeln wir aber immer noch in einer Range zwischen 1,30 und 1,33 Dollar", meint ein Händler.


Im Zaum gehalten wird die Gemeinschaftswährung auch von neuen Konjunkturdaten. Der Einkaufsmanagerindex des Verarbeitenden Gewerbes für Deutschland ist im Februar nach vorläufigen Angaben auf 50,1 von 51,0 gesunken. Im Dienstleistungssektor ergab sich ein Rückgang auf 52,6 von 53,7. Erwartet wurde Anstiege auf 51,5 bzw 53,9. "Die Stimmungseintrübungen sind überraschend und sprechen dafür, dass der morgen anstehende ifo-Geschäftsklimaindex wohl kein positives Überraschungspotenzial besitzt", meint Volkswirt Ulrich Wortberg von der Helaba.


Daten vom US-Immobilienmarkt bestätigen die bekannte Lage. Die Zahl der Eigenheimverkäufe in den USA lag im Januar bei 4,57 Millionen nach revidiert 4,38 Millionen. "Zwar wurde der Vormonatswert nach unten revidiert, dennoch zeigt der Anstieg der Verkaufszahlen, dass sich der seit Jahren schwächelnde Immobiliensektor aus der Talsohle herausarbeitet", meint Volkswirt Wortberg.


Beim Thema Griechenland konzentrieren sich die Anleger nun auf die noch ungeklärten Details. Und davon gibt es viele, die dem Euro "Angst vorm Fliegen" bereiten. Unbeantwortet ist noch die Frage, wie viele private Gläubiger am Schuldenschnitt teilnehmen werden. Sollte die Zahl nicht ausreichen, könnte die griechische Regierung die Investoren per Gesetzesänderung zur Teilnahme zwingen. Das wiederum dürfte die Kreditausfallversicherungen CDS auslösen. Unklar ist auch, wie es in Griechenland nach der Wahl im April weitergehen wird, ganz zu schweigen von den hohen Implementierungsrisiken des vereinbarten neuen Rettungspakets.


Die Feinunze Gold notierte zum Londoner Vormittags-Fixing mit 1.754,70 Dollar, am Nachmittag waren es dann 1.752 Dollar.  (© Dow Jones)



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