(Update 2) - Streik am Frankfurter Flughafen wird ausgesetzt
veröffentlicht am 22.02.2012

In den Konflikt zwischen dem Flughafenbetreiber Fraport und seinen streikenden Vorfeldmitarbeitern kommt wieder Bewegung. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) nahm das von Fraport am Vormittag unterbreitete Verhandlungsangebot an. Wie von dem Flughafenbetreiber gefordert, setzt die Gewerkschaft dafür den Streik mit Beginn der Nachtschicht am Mittwoch aus, wie GdF-Sprecher Matthias Maas sagte.
Frankfurt - In den Konflikt zwischen dem Flughafenbetreiber Fraport und seinen streikenden Vorfeldmitarbeitern kommt wieder Bewegung. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) nahm das von Fraport am Vormittag unterbreitete Verhandlungsangebot an. Wie von dem Flughafenbetreiber gefordert, setzt die Gewerkschaft dafür den Streik mit Beginn der Nachtschicht am Mittwoch aus, wie GdF-Sprecher Matthias Maas sagte. Die Gewerkschaft wolle nun so schnell wie möglich mit den Verhandlungen beginnen, fügte Maas hinzu.
Zuvor hatte Fraport der Gewerkschaft ein neues Verhandlungsangebot vorgelegt. Es war allerdings an die Bedingung geknüpft, dass die Gewerkschaft den Arbeitskampf sofort aussetzt.
Die rund 190 streikenden Mitarbeiter der Verkehrszentrale, der Vorfeldkontrolle und der Vorfeldaufsicht fordern mehr Gehalt und bessere Arbeitszeiten. Ein Schlichter hatte bereits einen Kompromiss in dem Streit vorgeschlagen. Die Arbeitnehmer hatten diesen Spruch auch angenommen, Fraport lehnte ihn aber als unverschämt ab. Der darauf folgende Streik verhinderte dann für mehrere Tage rund 15 Prozent der Flüge in Frankfurt.
Fraport hatte zuletzt betont, bereits in einigen Punkten auf die hohen Forderungen der Mitarbeiter eingegangen sei. So habe der Flughafenbetreiber die Forderungen für die Vorfeldkontrolle nahezu erfüllt. Für die Verkehrszentrale und die Vorfeldaufsicht seien die Forderungen im Verhältnis zu vergleichbaren Tätigkeiten in anderen Bereichen aber so hoch, dass sie in keiner Relation mehr zu diesen stehen und das Gehaltsgefüge insgesamt sprengen.
Fraport beziffert die Kosten des Arbeitskampfes bei einem Ausfall von rund 20 Prozent aller Flüge auf eine Millionen Euro am Tag. Am Mittwoch will der Flughafenbetreiber bisherigen Angaben zufolge 86 bis 87 Prozent aller Flüge durchführen. Aktuell liegt die Zahl der Annullierungen bei 174 von zunächst 1.260 geplanten Starts und Landungen.
Lufthansa hat aktuell 140 Kurz- und Mittelstreckenverbindungen gestrichen. Am Dienstag waren bei Deutschlands größter Airline 156 Verbindungen gestrichen worden. "Bei den Erlösen haben wir bereits einen hohen zweistelligen Millionenbetrag eingebüßt", sagte Lufthansa-Personalvorstand Stefan Lauer. Bis Dienstag seien knapp 700 Flüge ausgefallen, 55.000 Passagiere hätten nicht befördert werden können. (© Dow Jones)




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