Schäuble: IWF steuert eventuell 13 Milliarden Euro zu Hilfe bei
veröffentlicht am 21.02.2012

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat nach Aussage von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) angedeutet, dass ein Betrag von 13 Milliarden Euro zum neuen Hilfspaket für Griechenland beigesteuert werden kann. Die finale Entscheidung müsse aber das IWF-Direktorium treffen, sagte Schäuble. Die Euro-Finanzminister hatten zuvor nach einer Marathonsitzung grünes Licht ein neues Hilfsprogramm für Griechenland über insgesamt 130 Milliarden Euro gegeben.
Brüssel - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat nach Aussage von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) angedeutet, dass ein Betrag von 13 Milliarden Euro zum neuen Hilfspaket für Griechenland beigesteuert werden kann. Die finale Entscheidung müsse aber das IWF-Direktorium treffen, sagte Schäuble. Die Euro-Finanzminister hatten zuvor nach einer Marathonsitzung grünes Licht ein neues Hilfsprogramm für Griechenland über insgesamt 130 Milliarden Euro gegeben. "Wir haben die Erwartung ausgedrückt, dass der IWF weiter einen bedeutsamen Beitrag leisten wird", sagte Schäuble nach einem Treffen der EU-Finanzminister.
Angesichts des IWF-Beitrag dürfte es für die Bundesregierung leichter werden, zusätzliche Hilfszahlungen an Griechenland vom Bundestag genehmigt zu bekommen. Bei dem ersten EU-Rettungspaket hatte der IWF noch einen Anteil von 30 Prozent übernommen. Seitdem ist der Währungsfonds aber besorgt, dass sein Engagement in der Eurozone zu groß werden könnte.
Schäuble sagte auch, es gebe derzeit keine Notwendigkeit, über eine Anpassung des Hilfsprogramms für Portugal nachzudenken. Doch der Bundesfinanzminister signalisierte Flexibilität in der Zukunft: Für den unwahrscheinlichen Fall, dass zusätzliche Hilfen nötig seien, würde Deutschland Hilfen an Länder unterstützen, die die Bedingungen ihres Hilfsprogramms erfüllt hätten.
-Von Bernd Radowitz, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 300, konjunktur.de@dowjones.com (© Dow Jones)




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