Merkel, Monti und Papademos zuversichtlich, Griechen-Lösung zu finden
veröffentlicht am 17.02.2012

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), der italienische Ministerpräsident Mario Monti und der griechische Ministerpräsident Lukas Papademos rechnen mit einer positiven Lösung für Griechenland beim Treffen der Finanzminister der Eurogruppe am Montag in Brüssel. "Die drei Regierungschefs sind zuversichtlich, dass die Finanzminister am Montag in der Eurogruppe eine Lösung für ausstehende Fragen finden und so einen Beitrag zur Stabilisierung Griechenlands leisten können", teilte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin als Fazit der Telefonkonferenz von Merkel, Monti und Papademos mit. Es sei über die Lage in der Eurozone und die Bemühungen um ein zweites Hilfsprogramm für Griechenland gesprochen worden.
Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), der italienische Ministerpräsident Mario Monti und der griechische Ministerpräsident Lukas Papademos rechnen mit einer positiven Lösung für Griechenland beim Treffen der Finanzminister der Eurogruppe am Montag in Brüssel. "Die drei Regierungschefs sind zuversichtlich, dass die Finanzminister am Montag in der Eurogruppe eine Lösung für ausstehende Fragen finden und so einen Beitrag zur Stabilisierung Griechenlands leisten können", teilte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin als Fazit der Telefonkonferenz von Merkel, Monti und Papademos mit. Es sei über die Lage in der Eurozone und die Bemühungen um ein zweites Hilfsprogramm für Griechenland gesprochen worden.
Auch nach Einschätzung des Bundesfinanzministeriums (BMF) rückt eine tragfähige Entscheidungsbasis für das geplante zweite Griechenlandpaket in greifbare Nähe. "Wir kommen einer soliden Entscheidungsgrundlage für Griechenland immer näher", sagte BMF-Sprecher Martin Kotthaus in Berlin. Weiter seien einige Details offen und Fragen ungeklärt, etwa eine bessere Kontrolle der Reformmaßnahmen Griechenlands. Es sei deshalb zu früh, um voraussagen zu können, wie die Entscheidung ausfalle. Die Arbeiten an den Grundlagen zu den Beschlüssen liefen noch auf Hochtouren und würden sicher noch bis Sonntagnacht andauern.
Kotthaus sagte, er habe keine Kenntnis von Überlegungen zu einem "harten Default" am 23. März. Er bezeichnete die Gerüchte über eine solche harte Staatspleite als bizarr. Ziel sei weiter die Stabilisierung Griechenlands.
Der Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums Holger Schlienkamp wies darauf hin, dass eine ungeordnete Insolvenz Griechenlands nicht im deutschen Interesse sei und verhindert werden soll. Deutschland wolle den Verbleib Griechenlands in der Eurozone. Voraussetzung sei jedoch, die Umsetzung der Reformauflagen.
Regierungssprecher Steffen Seibert betonte, entgegen den Medienberichten über einen Dissens von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) über die Lösung für Griechenland zögen die Beiden "an einem Strang". Seibert sagte zudem, dass Merkel und der italienische Ministerpräsident Mario Monti möglichst schnell einen neuen Termin für ein Treffen finden wollten, nachdem das für Freitag in Rom geplante Treffen wegen des Rücktritts von Bundespräsident Christian Wulff kurzfristig abgesagt worden war. (© Dow Jones)




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