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Mercedes-Benz schaut nach Brasilien

veröffentlicht am 13.02.2012


Daimler schaut nach Brasilien. Angesichts "anhaltend stabiler Verkäufe" denke man darüber nach, in Brasilien ein Kompaktmodell zu produzieren, sagte Philipp Schiemer, Marketing-Leiter bei Mercedes-Benz, laut Handelsblatt einer brasilianischen Wirtschaftszeitung. Mercedes würde damit dem Konkurrenten BMW folgen, der bereits verkündet habe, in dem Land produzieren zu wollen, so das Handelsblatt weiter.

 

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Frankfurt - Daimler schaut nach Brasilien. Angesichts "anhaltend stabiler Verkäufe" denke man darüber nach, in Brasilien ein Kompaktmodell zu produzieren, sagte Philipp Schiemer, Marketing-Leiter bei Mercedes-Benz, laut Handelsblatt einer brasilianischen Wirtschaftszeitung. Mercedes würde damit dem Konkurrenten BMW folgen, der bereits verkündet habe, in dem Land produzieren zu wollen, so das Handelsblatt weiter. Ein Mercedes-Sprecher wollte sich auf Anfrage nicht über die Aussagen von Schiemer hinaus zu dem Thema äußern.


Entscheidend für Mercedes sowie die anderen Neustarter in dem Land sei, wie die Regierung sie künftig besteuern will, schreibt die Zeitung weiter. Seit vergangenem Jahr bezahlen alle Pkw ohne einen lokalen Fertigungsanteil von 65 Prozent pauschal ein Drittel höhere Importsteuern, was den in dem Land ansässigen Autobauern wie Fiat und Volkswagen zugute kommt. Allerdings brauchen Autobauer, die ihre Produktion aufbauen, aber mehrere Jahre, um die geforderte Fertigungstiefe zu erreichen.


Daimler-Vorstandsvorsitzender Dieter Zetsche hatte auf der Bilanzpressekonferenz vergangene Woche gesagt, dass die Vor-Ort-Produktion auf wichtigen Auslandsmärkten zunehmend bedeutsamer wird und Daimler dafür viel Geld in die Hand nehmen wird.


Wie die deutschen Premiumhersteller in Brasilien rentabel werden wollen ist laut Handelsblatt unklar. Der Premiummarkt mache mit 30.000 Fahrzeugen gerade ein Prozent des Marktes aus. Außerdem habe eine Pkw-Fertigung von Mercedes bereits einmal im Fiasko geendet. Die Produktion der A-Klasse musste 2005 nach nur sechs Jahres wegen mangelnder Nachfrage schließen.  (© Dow Jones)



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