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Kindersoldaten als Phänomen neuer Kriege

veröffentlicht am 10.02.2012


Der Missbrauch von Kindern sei ein Phänomen der neuen Kriege, bei denen nicht Armeen gegeneinander antreten, sondern Bevölkerungsgruppen und Milizen. Das erklärte Unicef-Sprecher Rudi Tarneden anlässlich des internationalen "Red Hand Day" am Samstag gegenüber dem Bremer Weser-Kurier. Immer wieder würden Kinder benutzt, um Terror gegen die Zivilbevölkerung auszuüben, zum Beispiel im Ostkongo, in Darfur oder im Tschad, so Tarneden.

 

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Bremen - Der Missbrauch von Kindern sei ein Phänomen der neuen Kriege, bei denen nicht Armeen gegeneinander antreten, sondern Bevölkerungsgruppen und Milizen. Das erklärte Unicef-Sprecher Rudi Tarneden anlässlich des internationalen "Red Hand Day" am Samstag gegenüber dem Bremer Weser-Kurier. Immer wieder würden Kinder benutzt, um Terror gegen die Zivilbevölkerung auszuüben, zum Beispiel im Ostkongo, in Darfur oder im Tschad, so Tarneden.


Das habe auch in Friedenszeiten Folgen und könne zur Ablehnung der Kinder durch ihre eigenen Angehörigen führen: "Diese Minderjährigen gelten als Monster, und keine Familie möchte ein Monster als Familienmitglied haben", sagte der Unicef-Sprecher.


Unicef setzt sich dafür ein, weltweit das Mindestalter für den Soldatendienst auf 18 Jahre anzuheben. Rudi Tarneden: "Die Armeen der Industrieländer sollten hier mit gutem Beispiel vorangehen. Denn wie will man den Einsatz von Kindersoldaten in anderen Ländern kritisieren, wenn man selbst 17-Jährige in seine Truppen aufnimmt?"  



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