Französische Piloten drohen mit weiteren Streiks
veröffentlicht am 09.02.2012

Die größte französische Pilotengewerkschaft hat am Donnerstag mit einer Verlängerung des seit vier Tagen anhaltenden Streiks gedroht. Im Luftverkehr kam es durch die Arbeitsniederlegung von Piloten, Flugbegleitern und Bodenpersonal landesweit erneut zu starken Störungen. Die Fluggesellschaft Air France musste wiederum einen großen Teil ihrer Flüge streichen und hat nach eigenen Angaben bereits Verluste in zweistelliger Millionenhöhe erlitten.
Paris - Die größte französische Pilotengewerkschaft hat am Donnerstag mit einer Verlängerung des seit vier Tagen anhaltenden Streiks gedroht. Im Luftverkehr kam es durch die Arbeitsniederlegung von Piloten, Flugbegleitern und Bodenpersonal landesweit erneut zu starken Störungen. Die Fluggesellschaft Air France musste wiederum einen großen Teil ihrer Flüge streichen und hat nach eigenen Angaben bereits Verluste in zweistelliger Millionenhöhe erlitten. Am Freitag wollen die Gewerkschaften mit Vertretern der Regierung in Paris über eine umstrittene Neuregelung des Streikrechts verhandeln.
Abhängig von den Ergebnissen dieser Gespräche könnten die Streiks in den kommenden Tagen fortgesetzt werden, sagte am Donnerstag Yves Deshayes, Leiter der französischen Pilotengewerkschaft SNPL. Bisher hieß es, der normale Betrieb werde ab Freitag wieder aufgenommen. Auslöser der Proteste ist ein geplantes Gesetz der Regierung, wonach Arbeitsniederlegungen im Flugverkehr künftig mindestens 48 Stunden im Voraus angekündigt werden müssen.
Für Donnerstag sagte die Air France etwa 35 Prozent ihrer weltweiten Langstreckenflüge und 25 Prozent der übrigen Verbindungen ab. In den Tagen zuvor mussten zum Teil noch mehr Flüge storniert werden. Am stärksten betroffen war jeweils der Hauptstadtflughafen Charles de Gaulle. Jeder Streiktag koste das Unternehmen etwa acht bis zehn Millionen Euro, hieß es. Passagiere wurden gebeten, alle bis Freitag geplanten Flüge umzubuchen. (© AP)




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