(Update) - Venizelos hofft auf positives Votum der Eurogruppe
veröffentlicht am 09.02.2012

Vor dem für diesen Donnerstag angesetzten Treffen der Eurogruppe haben sich die Spitzen der griechischen Regierungskoalition noch nicht in allen Punkten auf die von der sogenannten Troika geforderten Reformen und Einsparungen einigen können. Dennoch will Finanzminister Evangelos Venizelos am Treffen der Eurogruppe an diesem Donnerstag teilnehmen und hofft auf ein positives Votum für das Hilfsprogramm im Volumen von 130 Milliarden Euro für Griechenland. Der Vorsitzende der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, hat für 18.00 Uhr ein Treffen der Finanzminister des Euroraums in Brüssel angesetzt, bei dem über die weiteren Hilfen für Griechenland beraten werden soll.
Athen - Vor dem für diesen Donnerstag angesetzten Treffen der Eurogruppe haben sich die Spitzen der griechischen Regierungskoalition noch nicht in allen Punkten auf die von der sogenannten Troika geforderten Reformen und Einsparungen einigen können. Dennoch will Finanzminister Evangelos Venizelos am Treffen der Eurogruppe an diesem Donnerstag teilnehmen und hofft auf ein positives Votum für das Hilfsprogramm im Volumen von 130 Milliarden Euro für Griechenland. Der Vorsitzende der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, hat für 18.00 Uhr ein Treffen der Finanzminister des Euroraums in Brüssel angesetzt, bei dem über die weiteren Hilfen für Griechenland beraten werden soll.
Nach Angaben des Büros von Ministerpräsident Lucas Papademos wurde bei den Beratungen der Regierungskoalition lediglich in einem Punkt keine Einigung erzielt. Dabei soll es sich um Rentenkürzungen handeln. Durch das Ausbleiben einer Einigung in dieser Frage sei eine Lücke von 300 Millionen Euro bei den Einsparungen noch offen, hieß es aus Regierungskreisen in Athen. Ein Regierungsvertreter sagte, Griechenland sei eine Frist von 15 Tagen eingeräumt worden, um diese Lücke mit Sparmaßnahmen zu schließen.
Bei den anderen von der Troika aus Vertretern der Europäischen Kommission, der Europäischen Zentralbank und dem Internationalen Währungsfonds geforderten Einsparungen konnten sich die Vorsitzenden der Sozialisten, Konservativen und der LAOS-Partei einigen. So soll unter anderem der Mindestlohn im Privatsektor um 22 Prozent gesenkt werden und 150.000 Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst sollen bis 2015 abgebaut werden, wie aus dem 50-seitigen Entwurf für die Vereinbarung der griechischen Regierung und der Troika hervorgeht, in den Dow Jones Newswires Einblick hatte.
In dem Entwurf wird ein Schrumpfen der griechischen Wirtschaft um bis zu 5 Prozent im laufenden Jahr angenommen, doch hält die Troika an ihrer Einschätzung fest, dass Griechenland im zweiten Halbjahr 2013 wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren dürfte. In früheren Prognosen der griechischen Regierung und der Troika war 2012 ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um rund 3 Prozent erwartet worden.
-Von Nektaria Stamouli, Stelios Bouras und Alkman Granitsas, Dow Jones Newswires; +49(0)69 29725-300,
konjunktur.de@dowjones.com (© Dow Jones)




Rehn: Griechisches Votum entscheidender Schritt für Rettungspaket
(Update) - Venizelos hofft auf positives Votum der Eurogruppe



