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Athener Hängepartie geht weiter

veröffentlicht am 08.02.2012


Es hätte ein schöner Börsentag werden können. In der Hoffnung auf eine unmittelbar bevorstehende Einigung in Griechenland markierten Europas Börsen im frühen Mittwochsgeschäft neue Jahreshochs - um die Gewinne dann am Nachmittag vollständig abzugeben. Im Handel war von genervten Anlegern die Rede.

 

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Frankfurt - Es hätte ein schöner Börsentag werden können. In der Hoffnung auf eine unmittelbar bevorstehende Einigung in Griechenland markierten Europas Börsen im frühen Mittwochsgeschäft neue Jahreshochs - um die Gewinne dann am Nachmittag vollständig abzugeben. Im Handel war von genervten Anlegern die Rede. Nach tagelangem vergeblichen Warten auf die erlösende Nachricht aus Griechenland hätten einige Investoren erst einmal Kasse gemacht.


Der Euro-Stoxx-50 verlor 1 Punkt auf 2.513, für den Stoxx-50 ging es 0,5 Prozent bzw 11 auf 2.486 Stellen nach unten. Zunächst hatten die Indizes bei 2.538 bzw 2.508 noch neue Jahreshöchststände markiert. Gestützt hatten Meldungen, dass die EZB nun offenbar doch bereit ist, sich an einem Schuldenschnitt in Griechenland zu beteiligen. Die bisherige Weigerung der Notenbanker galt als eines der Haupthindernisse für eine Restrukturierung der Verbindlichkeiten des überschuldeten Landes.


Allerdings wird die EZB offenbar erst in der kommenden Woche eine endgültige Entscheidung treffen. Für Anleger, die auf glühenden Kohlen sitzen, eine lange Zeit. Derweil haben die Verhandlungen der griechischen Regierungsparteien über die von den internationalen Geldgebern geforderten Reformen und Einschnitte in das Sozialsystem endlich begonnen.


Auf der Liste der Forderungen steht unter anderem eine Kürzung des Mindestlohns, eine Senkung der Zusatzrenten und die Entlassung von Staatsbediensteten. Die Zeit drängt, weil den privaten Gläubigern bis Mitte Februar ein Angebot zum Umtausch von Staatsanleihen vorgelegt werden muss. Griechenland braucht bis Mitte März neue Kredite, um auslaufende Schuldtitel ablösen zu können.


Vinci-Zahlen beruhigen Anleger


"Solide Zahlen und der Ausblick ein bisschen besser als erwartet", kommentierte ein Händler den Bericht des Baukonzerns Vinci. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz der Franzosen um 11 Prozent auf knapp 37 Milliarden Euro. Das Unternehmen selbst hatte ein Wachstum von 7 Prozent angepeilt.


Neben den Umsatzzahlen hob die Societe Generale die gesenkte Nettoverschuldung positiv hervor. Die Konsensschätzungen im Markt dürften nach den Zahlen angehoben werden, hieß es. Vinci stiegen gegen den Trend um 2,6 Prozent auf 37,79 Euro, für den Sektor ging es 0,3 Prozent nach oben.


Sanofi von Geschäftszahlen und Gewinnmitnahmen belastet


"Die Zahlen für das vierte Quartal sind wie erwartet, der Ausblick für 2012 ist aber etwas schwächer als prognostiziert ausgefallen", sagte ein Händler mit Blick auf den Geschäftsbericht von Sanofi. Für das laufende Jahr erwartet der französische Pharmagigant einen Rückgang des Gewinns je Aktie um 12 bis 15 Prozent gegenüber 2011.


"Wie hatten eine Spanne von 10 bis 15 Prozent erwartet", so der Marktteilnehmer. Sanofi verloren 1,7 Prozent auf 55,57 Euro - auch getrieben von Gewinnmitnahmen. Angesichts der sich bessernden Wirtschaftsaussichten ziehen sich die Anleger zusehends aus dem Pharmasektor zurück.


BHP Billiton kann Erwartungen nicht ganz erfüllen


Die Geschäftszahlen zum ersten Geschäftshalbjahr von BHP Billiton haben ergebnisseitig leicht unter den Erwartungen gelegen, waren im Großen und Ganzen aber wenig aufregend, wie Numis sagt. Das bereinigte EBITDA habe um 8 Prozent über dem Konsens gelegen. Das Pilbara-Eisenerz-Projekt habe trotz Unterbrechungen eine Rekordfördermenge erzielt.


Das Nettoergebnis vor Sonderposten sei um 7 Prozent auf 9,9 Milliarden Dollar gesunken und habe knapp unter dem Konsens gelegen. BHP Billiton verloren 2,3 Prozent auf 2.179 Pence. Der Grundstoffsektor hielt sich mit Abschlägen von nur 0,4 Prozent insgesamt aber besser. Als stützend erwiesen sich Aufschläge bei Stahlwerten. Der positive Ausblick von ArcelorMittal vom Vortag stützte weiter die Branche.


Europäische Schlussstände von Mittwoch, den 8. Februar 2012:  (© Dow Jones)



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