Deutsche Kinofilme verbuchen mehr Besucher und Umsatz
veröffentlicht am 08.02.2012

Pünktlich zum Beginn der 62. Berlinale gibt es gute Nachrichten für das deutsche Kino. Erfolgreiche deutsche Filme haben 2011 wieder mehr Besucher und auch mehr Geld in die Kassen gebracht, wie einen Tag vor Beginn der Internationalen Filmfestspiele Berlin mitgeteilt wurde.
Berlin - Pünktlich zum Beginn der 62. Berlinale gibt es gute Nachrichten für das deutsche Kino. Erfolgreiche deutsche Filme haben 2011 wieder mehr Besucher und auch mehr Geld in die Kassen gebracht, wie einen Tag vor Beginn der Internationalen Filmfestspiele Berlin mitgeteilt wurde. Die Zahl der Besucher stieg im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 2,3 Prozent auf 129,6 Millionen (2010: 126,6 Millionen), der Umsatz kletterte um 4,1 Prozent auf 958,1 Millionen Euro (920,4 Millionen Euro), wie der Vorstand der Filmförderungsanstalt (FFA), Peter Dinges, am Mittwoch in Berlin sagte.
Während mit 27,9 Millionen Menschen 7,0 Millionen mehr als 2010 einen deutschen Film sahen, sank diese Zahl bei US-Produktionen um 5,1 Millionen auf 77,2 Millionen. Die FFA sprach mit Blick auf die Besucherzahlen vom "zweitbesten Ergebnis der letzten fünf Jahre". Das extrem gute Wetter im Herbst habe ein noch besseres Ergebnis gedrückt. 2010 war die Zahl der Besucher um 13,5 Prozent, der Umsatz um 5,7 Prozent gesunken.
Der deutsche Film erreichte 2011 einen Marktanteil von 21,8 Prozent (16,8 Prozent). Unter den 34 Filmen, die im vergangenen Jahr mehr als eine Million Besucher ins Kino lockten, waren 8 deutsche Produktionen (5). "Diese Zahl haben wir nicht in jedem Jahr", sagte Dinges.
Am erfolgreichsten war erneut Til Schweiger, dessen Komödie "Kokowääh" 4,3 Millionen Besucher verbuchte und nach "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2" und "Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten" auf Platz drei der Jahrescharts steht. Das Umsatzplus ist erneut auf die teureren Kartenpreise für 3D-Filme zurückzuführen. 3D-Filme kamen mit 29,3 Millionen Besuchern (25,4 Millionen) auf einen Marktanteil von 22,8 Prozent (20,4 Prozent).
Gut vertreten ist der deutsche Film auch auf der diesjährigen Berlinale, die am Donnerstag (9. Februar) feierlich eröffnet wird. Das Festival zeigt in den Sektionen 87 deutsche beziehungsweise unter deutscher Beteiligung entstandene Produktionen - 2011 waren es lediglich 17. Im Wettbewerb sind die drei deutschen Regisseure Christian Petzold, Hans-Christian Schmid und Matthias Glasner vertreten.
Trotz eisiger Temperaturen auf dem roten Teppich verspricht die Berlinale wieder jede Menge Glamour. Angekündigt hat sich Hollywood-Prominenz wie Angelina Jolie, Meryl Streep, Jake Gyllenhaal und Keanu Reeves. Die Filmfestspiele werden am Abend (19.30 Uhr) mit dem Drama "Les adieux à la Reine" ("Leb wohl, meine Königin!") über die Anfänge der Französischen Revolution eröffnet.
Den offiziellen Startschuss im Berlinale Palast geben Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU), Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), Berlinale-Direktor Dieter Kosslick und Jury-Präsident Mike Leigh. Durch den Abend führt Anke Engelke, für die Musik sorgt das Duo Boy. 3sat überträgt die Gala vom Potsdamer Platz live ab 19.20 Uhr. Gäste sind unter anderen Diane Kruger, Mario Adorf sowie die Jury-Mitglieder Gyllenhaal, die Schauspielerinnen Charlotte Gainsbourg, Barbara Sukowa und der französische Regisseur François Ozon.
18 Produktionen konkurrieren um den Goldenen und die Silbernen Bären, die am vorletzten Festivaltag am 18. Februar überreicht werden. Ein Höhepunkt zuvor ist die Verleihung des Goldenen Ehrenbären an Oscar-Preisträgerin Streep für ihr Lebenswerk am Dienstag (14. Februar). "Kreischalarm" erwartet nicht nur Kosslick bei den Auftritten des Bollywood-Stars Shah Rukh Khan und des "Twilight"-Frauenschwarms Robert Pattinson. (© AP)




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