Grüne scheitern mit Vorstoß zu Ölsand
veröffentlicht am 08.02.2012

Der Umweltausschuss des Bundestags hat sich nicht zu einer harten Linie zur Einfuhr von Kraftstoffen aus Ölsand durchringen können. Ein Antrag der Grünen, mit dem ein Vorschlag der EU-Kommission für hohe Einfuhr-Hürden unterstützt werden sollte, fand am Mittwoch keine Mehrheit. Der Grünen-Abgeordnete Oliver Krischer äußerte sich anschließend enttäuscht.
Berlin - Der Umweltausschuss des Bundestags hat sich nicht zu einer harten Linie zur Einfuhr von Kraftstoffen aus Ölsand durchringen können. Ein Antrag der Grünen, mit dem ein Vorschlag der EU-Kommission für hohe Einfuhr-Hürden unterstützt werden sollte, fand am Mittwoch keine Mehrheit. Der Grünen-Abgeordnete Oliver Krischer äußerte sich anschließend enttäuscht. Die Gewinnung von Kraftstoffen aus Ölsand gilt als besonders klimaschädlich. Sie wird vor allem in Kanada betrieben.
"Nicht einmal das Verbot des Imports von klima- und umweltschädlichen Teersanden aus Kanada will die Bundesregierung unterstützen", kritisierte Krischer. Die Verkehrsexpertin des WWF, Viviane Raddatz, warf der Regierung vor, "nach der Pfeife der internationalen Öl-Konzerne zu tanzen".
Ölsand ist ein Gemisch aus Sand und teerartigem Bitumen. Um daraus Rohöl zu gewinnen, sind gewaltige Mengen Energie vonnöten. Im Oktober vergangenen Jahres legte die EU-Kommission einen Vorschlag vor, der Öl aus Teersand weitaus klimaschädlicher einstuft als konventionell gewonnenes. Für die Teersand-Kraftstoffe wäre dies ein Wettbewerbsnachteil. (© AP)




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