Überschwemmungen nach schweren Regenfällen in Nordgriechenland
veröffentlicht am 07.02.2012

© Europäische Kommission
Wegen schwerer Überschwemmungen haben die Behörden im Nordosten Griechenlands am Dienstag den Ausnahmezustand ausgerufen. Retter bargen fünf Menschen aus den Fluten des Evros, der nach tagelangen Regenfällen über die Ufer trat. Das betroffene Gebiet liegt an der Grenze zu Bulgarien und der Türkei.
Saloniki - Wegen schwerer Überschwemmungen haben die Behörden im Nordosten Griechenlands am Dienstag den Ausnahmezustand ausgerufen. Retter bargen fünf Menschen aus den Fluten des Evros, der nach tagelangen Regenfällen über die Ufer trat. Das betroffene Gebiet liegt an der Grenze zu Bulgarien und der Türkei.
Bereits in der Nacht zum Dienstag wurden mehrere Anwohner aus Dörfern in der Region in Sicherheit gebracht. Zudem wurde der Verkehr im Norden Griechenlands durch schweren Schneefall behindert. In abgelegenen Gegenden fiel der Strom aus. Bei einer Springflut auf der Insel Symi in der Ägäis kam eine 40-jährige Frau ums Leben.
Bereits am Montag war ein Damm des Stausees Iwanowo in Bulgarien am oberen Flusslauf des Evros, der in Bulgarien Marisa heißt, gebrochen und hatte die Ortschaft Bisser überschwemmt. Dort kamen nach Behördenangaben acht Menschen ums Leben. Häuser wurden überflutet und teilweise zerstört, als eine Flutwelle von bis zu zweieinhalb Metern Höhe durchs Dorf rollte.
Die Straßen des Dorfes waren von einer dicken Schlammschicht bedeckt, entwurzelte Bäume und kaputte Autos versperrten die Straßen. Angestellte des Veterinäramts sammelten Kadaver ein. Die etwa 800 Einwohner wurden mit Wasser, Essen und Medizin versorgt.
Die EU-Kommissarin für Internationale Zusammenarbeit und Humanitäre Hilfe, Kristalina Georgiewa, selbst Bulgarin, besuchte am Dienstag den Ort, um sich ein Bild der Lage zu machen. Die bulgarische Regierung rief einen Tag der Trauer aus. (© AP)




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