Linke wirft Merkel bei Endlagersuche vorsätzliche Täuschung vor
veröffentlicht am 07.02.2012

Im Zusammenhang mit der Suche nach einem geeigneten Atommüll-Endlager hat die Linksfraktion schwere Vorwürfe gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erhoben. Die frühere Bundesumweltministerin habe die Öffentlichkeit 1995 mit ihrem Bekenntnis zum Standort Gorleben "vorsätzlich getäuscht", sagte die energiepolitische Sprecherin der Linken, Dorothée Menzner, am Dienstag in Berlin. Sie warf Merkel vor, sich wider besseres Wissen auf den Salzstock Gorleben festgelegt zu haben.
Berlin - Im Zusammenhang mit der Suche nach einem geeigneten Atommüll-Endlager hat die Linksfraktion schwere Vorwürfe gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erhoben. Die frühere Bundesumweltministerin habe die Öffentlichkeit 1995 mit ihrem Bekenntnis zum Standort Gorleben "vorsätzlich getäuscht", sagte die energiepolitische Sprecherin der Linken, Dorothée Menzner, am Dienstag in Berlin. Sie warf Merkel vor, sich wider besseres Wissen auf den Salzstock Gorleben festgelegt zu haben.
Hintergrund ist eine Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), in der 1995 41 Salzformationen auf ihre mögliche Eignung als atomares Endlager untersucht worden waren. Gorleben selbst war nicht Gegenstand der Untersuchung. Der Geologe Detlef Appel erläuterte am Dienstag anhand der verwendeten Kriterien, dass Gorleben in der Untersuchung als Endlager durchgefallen wäre. Auch Merkel sei damals sicher nicht verborgen geblieben, dass "ihr Standort" den Anforderungen nicht genügt habe, sagte Menzner. (© AP)
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