Toyota erholt sich langsam von Erbeben und Qualitätsdesaster

veröffentlicht am 07.02.2012


Der japanische Automobilkonzern Toyota erholt sich immer mehr von den Belastungen durch Naturkatastrophen und dem Qualitätsdesaster mit Millionen Rückrufen schadhafter Fahrzeuge. Der einst größte Autobauer der Welt erhöhte die Gewinnerwartung für das Ende März endende Geschäftsjahr von 180 auf 200 Milliarden Yen (1,8 auf 2 Milliarden Euro). Der Autoabsatz soll in dieser Zeit bei 7,41 Millionen Stück liegen.

 

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Tokio - Der japanische Automobilkonzern Toyota erholt sich immer mehr von den Belastungen durch Naturkatastrophen und dem Qualitätsdesaster mit Millionen Rückrufen schadhafter Fahrzeuge. Der einst größte Autobauer der Welt erhöhte die Gewinnerwartung für das Ende März endende Geschäftsjahr von 180 auf 200 Milliarden Yen (1,8 auf 2 Milliarden Euro). Der Autoabsatz soll in dieser Zeit bei 7,41 Millionen Stück liegen.


Toyota musste allerdings für das Quartal von Oktober bis Dezember einen Gewinneinbruch um 13,5 Prozent auf umgerechnet 807 Millionen Euro verbuchen, wie das Unternehmen am Dienstag in Tokio mitteilte.


Toyota musste in den letzten Jahren mit einer Krise nach der anderen kämpfen: Am 11. März hatte ein schweres Erdbeben Japan erschüttert und Fabriken von Autobauern und Zulieferern zerstört. Die Reparaturen dauerten viel länger als geplant und kosteten Toyota viel Absatz.


Kaum hatte der Konzern die heimischen Fabriken wieder in Betrieb, traf Toyota die Überschwemmungen in Thailand im Herbst. Erneut stockte die Produktion, der Hersteller musste seine Standorte dort schließen.


Toyota leidet auch unter dem starken Yen, der bei Exporten aus Japan nach Europa oder in die USA den Gewinn belastet. Toyota-Manager Takahiko Ijichi kündigte Kostensenkungen an, um den Effekt der Naturkatastrophen abzufedern.


Außerdem hatte das einstige Qualitätsimage des Herstellers nach dem Rückruf von Millionen schadhafter Autos gelitten. Beim Öko-Auto Prius klemmte das Gaspedal, bei anderen Autos rutschten die Fußmatten unter die Pedalerie.


Toyota hatte 2008 GM als größten Autobauer der Welt abgelöst und den Titel auch für das Kalenderjahr 2010 verteidigt, ehe GM für 2011 wieder die Spitze übernahm. Die Japaner waren auf den vierten Platz der Autohersteller abgerutscht, nach General Motors (9 Millionen), Volkswagen (8,2 Millionen) und Renault/Nissan/Lada (8 Millionen).  (© AP)



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