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Mindestens 13 Tote bei Erdbeben auf den Philippinen

veröffentlicht am 06.02.2012


Ein Erdbeben der Stärke 6,8 hat am Montag auf den Philippinen mindestens 13 Menschen das Leben gekostet. Der Erdstoß löste mehrere Erdrutsche aus. Rettungshelfer setzten Spitzhacken und Schaufeln ein, um zu Dutzenden Menschen zu gelangen, die in eingestürzten Häusern eingeschlossen waren.

 

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Manila - Ein Erdbeben der Stärke 6,8 hat am Montag auf den Philippinen mindestens 13 Menschen das Leben gekostet. Der Erdstoß löste mehrere Erdrutsche aus. Rettungshelfer setzten Spitzhacken und Schaufeln ein, um zu Dutzenden Menschen zu gelangen, die in eingestürzten Häusern eingeschlossen waren. Im Bergdorf Planas, 15 Kilometer von der Küstenstadt Guihulngan in der Provinz Negros Oriental entfernt, seien bis zu 30 Häuser unter den Erdmassen begraben, sagte Gouverneur Roel Degamo. Vermutlich seien mindestens 40 Bewohner eingeschlossen.


Das Erdbeben ereignete sich um 11.49 Uhr Ortszeit (04.49 Uhr MEZ). Sein Zentrum lag 72 Kilometer nördlich der Stadt Dumaguete auf der Insel Negros in einer Tiefe von 46 Kilometern, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Die betroffene Gegend liegt rund 650 Kilometer südöstlich der philippinischen Hauptstadt Manila.


Mindestens zehn Todesopfer gab es in der Ortschaft Guihulngan, darunter Studenten und Schüler, wie Bürgermeister Ernesto Reyes sagte. Rund 100 Menschen seien verletzt worden.


Das Beben löste auch einen Erdrutsch im Bergdorf Solongon in der Provinz Negros Oriental aus. Nach Polizeiangaben waren auch dort mehrere Menschen eingeschlossen. Soldaten und Polizisten wurden stationiert, um bei den Rettungsarbeiten zu helfen.


Wegen beschädigter Straßen und Brücken konnten Hilfsgüter wie Lebensmittel und Medikamente nicht in betroffene Dörfer gebracht werden. In Negros Oriental seien neun Brücken beschädigt worden, davon seien vier nicht mehr passierbar, sagte Gouverneur Degamo. Die schwersten Schäden habe es in der Gebirgsregion im Norden der Provinz gegeben.


Philippinische Seismologen gaben für das Zentrum der Philippinen kurzzeitig eine Tsunami-Warnung aus. Entlang der Küste eilten Menschen aus Schulen, Einkaufszentren und Büros.


In der Ortschaft Tayasan nahe dem Zentrum des Erdbebens kamen Behördenangaben zufolge zwei Menschen ums Leben, als eine Betonwand einstürzte. Unter den Opfern sei ein Kind. Im der Ortschaft Jimalalud sei ein weiteres Kind getötet worden, als während einer Trauerfeier in einer Kirche eine Wand eingestürzt sei, sagte Bürgermeister Reynaldo Tuanda.


Aufgrund von Nachbeben könnten Menschen nicht in ihre Häuser zurückkehren, sagte ein Polizist in Tayasan, Alfred Vicente Silvosa. Es sei zu gefährlich, um Gebäude zu inspizieren. In der Ortschaft La Libertad stürzte ein dreigeschossiges Bürogebäude ein. Die Menschen konnten aber noch rechtzeitig aus dem Gebäude fliehen. In einigen Gebieten wurde der Schulunterricht abgesagt. In mehreren Gegenden kam es zu Stromausfällen.


Die Philippinen liegen im sogenannten Feuerring im Pazifik, wo sich 90 Prozent aller Erdbeben weltweit ereignen. 1990 waren bei einem Beben der Stärke 7,7 auf der philippinischen Insel Luzon fast 2.000 Menschen ums Leben gekommen.  (© AP)


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