Wissenschaftlerin kritisiert System der Jugendhilfe

veröffentlicht am 05.02.2012


Nach dem Tod der elfjährigen Chantal in einer Pflegefamilie in Hamburg hat eine Expertin das System der Jugendhilfe in Deutschland kritisiert. Die freien Träger unter den bundesweit rund 80.000 Jugendhilfeeinrichtungen stünden in einem harten Wettbewerb, sagte die Professorin für Pädagogik, Kathinka Beckmann, dem Nachrichtenmagazin "Focus" laut Vorabbericht. Dies gebe einen Anreiz, "alles zu tun, um einen Auftrag nicht zu verlieren", betonte die Wissenschaftlerin von der Fachhochschule Koblenz.

 

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München - Nach dem Tod der elfjährigen Chantal in einer Pflegefamilie in Hamburg hat eine Expertin das System der Jugendhilfe in Deutschland kritisiert. Die freien Träger unter den bundesweit rund 80.000 Jugendhilfeeinrichtungen stünden in einem harten Wettbewerb, sagte die Professorin für Pädagogik, Kathinka Beckmann, dem Nachrichtenmagazin "Focus" laut Vorabbericht. Dies gebe einen Anreiz, "alles zu tun, um einen Auftrag nicht zu verlieren", betonte die Wissenschaftlerin von der Fachhochschule Koblenz. Das könne bedeuten, im Fall einer Gefährdung eines Pflegekindes nicht gleich tätig zu werden.


Chantal war am 16. Januar nach der Einnahme des Heroin-Ersatzstoffes Methadon gestorben.  (© AP)


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