Trendsport auch von Krankenkassen anerkannt
Rheine - Der Sommer naht und viele Menschen machen sich auf, um ihre Figur für die Strandsaison fit zu machen. In den vergangenen Jahren lag Nordic Walking dabei besonders im Trend. Dieser angebliche Fettkiller wird jetzt jedoch als Mythos enttarnt, der aus sportmedizinischer Präventionssicht sogar nur die Note knapp „ausreichend“ erhält.
In der Fachwelt ist Nordic Walking schon lange umstritten und während Ökotest noch im Rahmen des verheerend ausgefallenen Tests von Nordic Walking-Stöcken zurückhaltend schrieb: „Weil wir den Nordic Walkingfans die Sportart nicht völlig verleiden wollen, haben wir dem Praxisergebnis beim Gesamturteil bei diesem Test ein relativ hohes Gewicht gegeben,“ werden andere Wissenschaftler und Mediziner deutlicher.
In ihrer Darstellung zum aktuellen Forschungsstand zu den gesundheitsbezogenen Effekten auf den Bewegungsapparat und das Herzkreislaufsystem beim Nordic Walking kommen die Autoren Professor Dr. Christian Grüneberg von der Hochschule für Gesundheit und Privatdozent Dr. Thomas Jöllenbeck vom Institut für Biomechanik der Klinik Lindenplatz zu dem für Nordic Walking ernüchternden Fazit:
• Von einer generellen Empfehlung von Nordic Walking als einer gelenkschonenden Bewegung muss jedoch gewarnt werden.
• Nordic Walking ist schneller und dynamischer als Spazierengehen und damit ebenso wie Walking mit höheren Gelenkbelastungen verbunden.
• Insbesondere die Kniegelenksbelastung ist höher als beim Walking.
• Und auch die Stockkräfte bedürfen hinsichtlich der Dosierung und der Technik einer besonderen Beachtung, damit Beschwerden und Folgeschäden in Schulter- und Armgelenken vermieden werden.“
Der Sportwissenschaftler Christian Pohl wird noch konkreter: „In Bezug auf Sport und Ernährung ist es selbst für einen aufmerksamen und belesenen Verbraucher nahezu unmöglich den Dschungel der Informationen zu durchschauen.“
In seinem neuen Buch schreibt der Profi-Personaltrainer mit zahlreichen Trainerscheinen und mehreren Studienabschlüssen: „Es gibt nicht nur in der Politik, sondern auch auf dem Gesundheitsmarkt dutzende Beispiele von Lobbyisten, Herstellern und Verkäufern, die durch die gezielte Verbreitung von Lügen, Zweifel und Vorbehalte, die Köpfe der Menschen verwirrt haben. Besonders auf dem Fitness- und Wellnessmarkt gibt es für die Verbraucherzentralen, Gesundheits- beziehungsweise Kontrollbehörden und unabhängige Testinstitute enorm viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Im Bereich Fitness und Gesundheit wird am meisten versprochen, gelogen, gemogelt, getäuscht und abgezockt.“
Stiftung Warentest hat schon die Ausbildung von Ernährungsberatern und die Qualität von Fitnessstudios getestet und bemängelt. Eine abschließende Vergleichsbewertung verschiedener Sportarten gibt es bisher nicht. Ein solcher Vergleich wäre auch schwer zu erstellen, denn es gäbe eine enorme Fülle von Faktoren und Wissenschaftsbereichen, die einbezogen werden müssten und am Ende stünde immer die Frage, ob das Ergebnis auch allgemeingültig wäre.
Der Fitnessexperte Christian Pohl hat sich dennoch an eine sportwissenschaftle Vergleichsanalyse unter dem Aspekt der präventiven Wirkung herangewagt: „Ich habe einfache Fragen gestellt, die auch jedem Sportanfänger einleuchten, deren Antworten verglichen und zu einer Gesamtnote zusammengefügt.“
Bei dieser Gegenüberstellung in Tabelle Nr. 1 (Tabelle-Nr-1_Sportartenvergleich_Praevention) kam Nordic Walking am schlechtesten weg und konnte wie auch Jogging nur ein knappes "ausreichend" erzielen.
In diesem Vergleich wird auch deutlich, warum Christian Pohl in Ballking eine Alternative zu Nordic Walking sieht. „Ballking hat im Gegensatz zu Nordic Walking eine viel einfachere Technik. Dies führt dazu, dass es beim Ballking kaum Abzüge in der Effektivität gibt. Beim Ballking müssten Sie in einer Stunde sechs Kilometer ballken und erreichten dann den MET-Wert sechseinhalb. Die gleiche Strecke bei gleichem Tempo mit Nordic Walking Stöcken oder beim Joggen würde Ihnen nur den MET-Wert sechs bringen. Es gibt zahlreiche Trainer und Nordic Walking Literatur, die eine höhere Geschwindigkeit als sechs Stundenkilometer angeben. Doch dies führt am Ende statt zu einem höheren, zu einem schlechteren Kalorienverbrauch. Der Grund liegt in der kaum erfüllbaren Technik. Ballking ist also im Verhältnis zwischen minimaler Geschwindigkeit und maximalem Kalorienverbrauch dem Nordic Walking und auch dem Jogging weit überlegen.“
Diese Meinung wird auch durch eine weitere medizinische Studie gestützt aus der Professor Dr. Christian Grüneberg zitiert: „In einer anderen Studie (Schwameder & Ring, 2006) mit insgesamt zehn Probanden konnte jedoch gezeigt werden, dass bei einer schlechten Stocktechnik weder bei 5,7 Stundenkilometer noch bei 7,7 Stundenkilometer weder beim Energieverbrauch mittels Bestimmung der Sauerstoffaufnahme noch bei den Kniegelenkmomenten ein signifikanter Unterschied zwischen Nordic Walking und Walking besteht.“
Die FettverbrennungslügeNeben den zahlreichen wissenschaftlichen und medizinischen Aspekten enttarnt Christian Pohl in seinem Buch aber auch eindrucksvoll die angebliche Fettverbennungsleistung von Nordic Walking.
Es sei allgemein unbestritten, dass ein dauerhafter Abnehmerfolg nur möglich wäre, wenn die Energiebilanz des Körpers zwischen Kalorienaufnahme und dem Kalorienverbrauch ausgeglichen ist.
Umgangssprachlich bedeutet dies, es dürfe nur so viel gegessen werden, wie an Bewegung auch wieder verbrannt wird. Natürlich gäbe es genauso wenig Verbrennung, wie es Schlacke im Körper gäbe und auch wenn es viele enttäusche, würde derjenige der seine Kalorienaufnahme auf null setzt (z.B. beim Fasten) nicht dauerhaft abnehmen.
Bewegung ist laut Christian Pohl der Schlüssel zum dauerhaften Erhalt eines gesunden und schlanken Körpers: „Dabei ist Bewegung jedoch nicht gleich Bewegung. Es gibt sogar viele Wettkampfsportarten, die gänzlich ohne Bewegung auskommen, beispielsweise Pfahlsitzen, oder in denen es im Gegenteil zur erhöhten Kalorienaufnahme kommt, beispielsweise Hotdog-Wettessen. So sehr Ihnen diese Beispiele als übertrieben erscheinen, so sehr wird Sie sicher die folgende Tabelle überraschen.
Hinweis zur Tabelle Nr.2 (Tabelle-Nr-2_Sportartenvergleich_Kalorienverbrauch): Die Wochen wurden mit je zwei Trainingseinheiten gerechnet. Alle Angaben wurden gerundete.
Eine Frau mit einem Gewicht von 70 Kilo müsste also elf Wochen lang je zweimal pro Woche einen Bauch-Beine-Po-Aerobic-Kurs besuchen, um ein Kilogramm Körperfett abzubauen.
Dabei wird allerdings nicht berücksichtigt, ob diese Frau sich zur Belohnung für das Training vielleicht etwas Leckeres gönnt.
Es reichen schon ein Schokoriegel am Abend, ein halber Liter Apfelschorle und eine Banane vor dem Training, um die abtrainierten Kalorien gleich wieder im Körper zu haben. Es könnte auch sehr wahrscheinlich sein, dass die Frau sich sowieso falsch ernährt und daher nicht abnimmt, sondern in dem viertel Jahr nur etwas weniger dick wird.“
Wenn Sie genau wissen möchten, wie viel Sie mit einer Sportart an Kalorien verlieren, können Sie dies relativ einfach selber berechnen.
Zur Berechnung benötigen Sie lediglich Ihr Körpergewicht und den MET-Faktor der Sportart.
MET ist die englische Abkürzung des Begriffes Metabolic Equivalent of Task. Der Medizinprofessor Dr. William Haskell von der Stanford University schuf MET als Einheit, mit der in der Forschung körperliche Aktivitäten standardisiert verglichen werden können. Seither wird das von ihm entwickelte Compendium of physical activities weltweit genutzt.
Mit Hilfe der MET-Einheiten lässt sich eine individuelle Aussage für eine Person treffen, wie viel Energie sie bei einer bestimmten Bewegung mehr in Relation zur Ruheposition (Liegen) verbraucht.
Ein MET entspricht einem Kalorienverbrauch von einer Kilokalorie je Kilogramm Körpergewicht pro Stunde.
Beispielrechnung Mann:
Anton wiegt 70 Kilogramm.
Wenn Anton im Bett liegt, dann beträgt sein MET-Wert 1, d.h., er verbraucht 70 kcal pro Stunde.
Rechnung:
1 MET= 1 kcal/kg/Std und 1 kcal x 70 (für sein Gewicht) = 70 kcal/Std.
Wenn Anton Aerobic macht, dann beträgt sein MET-Wert 5, d. h., er verbraucht 350 kcal pro Stunde.
Rechnung:
5 MET= 5 kcal/kg/Std und 5 kcal x 70 (für sein Gewicht) = 350 kcal/Std.
Bei der Frau gibt es noch eine Besonderheit. Im Durchschnitt hat eine Frau ca. 17 Prozent weniger Muskelgehalt als Männer.
Muskeln sind die wesentlichen Energieverbraucher im Körper. Aus diesem Grund verbraucht eine Frau bei gleicher Bewegung und Intensität weniger Kalorien als Männer.
In der Berechnung der MET-Einheiten wurde bei Männern ein Sauerstoffumsatz von 3,5 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht pro Minute und bei Frauen ein Wert von 3,15 ml/kg/min zugrunde gelegt.
Dies bedeutet, dass Frauen einen zehn Prozent geringeren Sauerstoffumsatz erzielten, was wiederum auf die Berechnung des Energieverbrauches übertragen wurde.
Frauen verbrauchen nach dieser Definition also zehn Prozent weniger Kalorien für die gleiche sportliche Bewegung als Männer.
Beispielrechnung Frau:
Berta wiegt 70 Kilogramm.
Wenn Berta im Bett liegt, dann beträgt ihr MET-Wert 1, d. h., sie verbraucht 63 kcal pro Stunde.
Rechnung:
1 MET= 1 kcal/kg/Std und 1 kcal x 70 (Gewicht) - 10 % = 63 kcal/Std.
Wenn Berta Aerobic macht, dann beträgt ihr MET-Wert 5, d. h., sie verbraucht 315 kcal pro Stunde.
Rechnung:
5 MET= 5 kcal/kg/Std und 5 kcal x 70 (Gewicht) - 10 % = 315 kcal/Std.
In der Tabelle Nr. 3 (Tabelle-Nr-3_MET-Werte_Sportarten) finden Sie verschiedene MET-Werte. Zur besseren Einordnung ist auch die Leistung (Tempo) mit angegeben.
Um den höchsten Kalorienverbrauch in der Tabelle (Joggen mittel) zu erreichen, müssten Sie also in einer Stunde zehn Kilometer weit laufen, dann würden Sie den MET-Wert zehn erreichen.“
Fazit
Aus sportwissenschaftlicher Sicht bietet Ballking in der Abwägung zwischen minimaler Körperbelastung und maximalen Trainingseffekt eine optimale Lösung.
Inlineskaten und Joggen bieten zwar noch mehr Kalorienverbrauch, doch steigen hier neben den technischen Anforderungen auch die Risiken und Belastungen für den Körper um ein Vielfaches.
Der weitaus größte Vorteil gegenüber Nordic Walking und Jogging liegt jedoch darin, das Ballking rechtlich geschützt ist. In kaum einer anderen Fitness-Ausdauersportart gibt es so strickte und hohe Anforderungen an die Kursleiter. Ballking wurde darauf sogar in die bundesweite und zentrale Präventionsdatenbank easy aufgenommen, wodurch ein Krankenkassenzuschuss zwischen 80 und 100 Prozent der Kurskosten möglich wird.
Weitere Infos finden Sie auf:
http://www.ballking.org Buchinfos: Ballking® - Walking mit Bällen®, limited Shanghai Edition inkl. DVD, Christian Pohl, EMS-FIT Verlag, ISBN: 978-3-9813591-0-7.
Den ausführlichen Artikel und weiteres Foto-, Text- und Filmmaterial finden Sie als freien Download auf dem Presseserver unter
www.ballking.org.
Presse-Kontakt:
Christian Pohl (CEO)
Presse-@: presse(-at-)ballking.org
Presse-Tel.: +49(0)5971/9804466
***** Offizielle Ballking®-Kontaktdaten:
Post: Ballking®, Postfach 1630, 48406 Rheine
Tel.: 01805/7876789 (14Ct/Min dt.FN; max.42Ct/Min Mobil)
Fax: 01803/7876789 (9Ct/Min dt.FN; max.42Ct/Min Mobil)
Internet: http://www.ballking.org
E-Mail: info(-at-)ballking.org
Hinweis: Für den Inhalt dieser Presse-Information ist ausschließlich deren Emittent verantwortlich. Bei Fragen zum Release-Net wenden Sie sich bitte an buero@release-net.de.