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eBay-Chef erwartet durch BGH-Urteil mehr Rechtssicherheit im Online-Handel
31. Oktober 2004 - 18:59 Uhr

Berlin - Das Internet-Auktionshaus eBay Deutschland sieht dem Urteil des Bundesgerichtshofs zu Kundenrechten gelassen entgegen. "Wir erwarten durch das Urteil mehr Rechtssicherheit", sagte ebay Deutschland-Chef Stefan Groß-Selbeck dem "Tagesspiegel am Sonntag".

Am kommenden Mittwoch entscheidet der Bundesgerichtshof (BGH), ob Händler, die ihre Waren über eBay verkaufen, auch weiterhin sämtliche Kundenrechte ausblenden dürfen oder nicht. Konkret geht es um die Frage, ob Verbraucher, die über die Internet-Plattform kaufen, die Ware innerhalb von 14 Tagen zurückgeben können.

Bei eBay geht das bislang nur bei Festpreisverkäufen, nicht aber bei Versteigerungen. "Eine Geschäftsveränderung erwarte ich durch das Urteil nicht", so Groß-Selbeck. Das Urteil werde nur für den gewerblichen Verkauf gelten, betonte er. Im Übrigen hätten Sofortkäufer schon heute ein Umtauschrecht.

Anwälte erwarten dagegen steigende Preise, sollte der BGH das Widerrufsrecht der Kunden bestätigen. Einige Händler würden sich von eBay zurückziehen, sagte Rechtsanwalt Holger Gaspers von der Düsseldorfer Anwaltskanzlei Strömer der Zeitung. Die verbleibenden Anbieter würden ihre Preise erhöhen, weil sie die Kosten für mögliche Rücksendungen einkalkulieren müssten.


Weitere Informationen:
Widerrufsmöglichkeit bei ebay-Auktionen?
Fernabsatz: eBay blitzt mit Änderungswünschen ab
eBay fordert gesetzliche Änderungen beim Fernabsatz



Mittwoch, 19. Nov. 2008







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