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31. Mai 2007

Neue globale Medikamentenpolitik gefordert



Frankfurt - Knapp eine Woche vor Beginn des G-8-Gipfels in Heiligendamm haben Hilfs- und Gesundheitsorganisationen in einer gemeinsamen Erklärung eine Neuausrichtung der globalen Medikamentenpolitik gefordert. Das Augenmerk müsse sich künftig auf die bislang missachteten ärmsten Bevölkerungsschichten richten, heißt es in der unter anderem von Organisationen wie medico international, Brot für die Welt und Misereor initiierten Erklärung. Außerdem geht es um die Sicherstellung eines preiswerten Zugangs zu patentgeschützten Medikamenten.

Das Bündnis kritisiert zudem das patentgestützte Forschungsmodell, das dazu führe, dass vorwiegend Medikamente und Impfstoffe für eine zahlungskräftige Kundschaft entwickelt würden. «Systematisch werden die Gesundheitsbedürfnisse von Menschen, die über keine oder zu geringe Kaufkraft verfügen, vernachlässigt», schreiben die Organisationen. Sie beklagen, dass der medizinische Fortschritt an der Mehrheit der Weltbevölkerung vorbei gegangen sei. Jährlich sterben den Angaben zufolge 13 Millionen Menschen an behandelbaren Krankheiten.

Auf keinen Fall dürfe das internationale Patentrecht verschärft werden. Vielmehr gelte es, Zwangslizenzen für notwendige Arzneimittel zu verhängen und deren lokale Produktion zu unterstützen. Die Organisationen fordern «eine an den Gesundheitsbedürfnissen ausgerichtete Politik, die Arzneimittel wie auch andere unentbehrliche Güter der Daseinsvorsorge als öffentliche Güter begreift».




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