Eschborn - Für Diabetiker ist die Blutzucker-Selbstkontrolle sehr wichtig, besonders dann, wenn sie Insulin spritzen. Beim Blutzuckermessen kann jedoch einiges schief gehen. Davor warnten in einem Interview mit der "Neue Apotheken Jllustrierte" Professor Dr. Martin Schulz und Dr. Uta Müller vom Zentrum für Arzneimittelinformation und Pharmazeutische Praxis (ZAPP) der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. In einer Untersuchung der ABDA unter Apothekenkunden zeigte sich, dass 83 Prozent der Typ-2-Diabetiker bei Blutzuckerselbstkontrollen Fehler machen. Diese entstehen schon bei der Blutgewinnung. So pressen viele Patienten das Blut aus der Fingerbeere regelrecht heraus. "Das sollte unbedingt vermieden werden, da neben dem Blut auch Gewebsflüssigkeit mit herausgequetscht wird. Dadurch werden fälschlicherweise niedrige Blutzuckerwerte ermittelt", sagte Schulz. Müller wies darauf hin, dass vor der Blutgewinnung die Hände gut gewaschen und getrocknet werden sollten. Wasserreste an den Händen könnten die Blutprobe verdünnen. Fehler kommen, so die Experten, auch bei der Handhabung der Messgeräte vor. Dies betrifft etwa die Kodierung der Geräte. Diese muss stets korrekt vorgenommen werden. Außerdem sollten die Teststreifen für das Gerät auch geeignet sein. Immer muss man die Teststreifenpackung nach Entnahme sofort wieder schließen, da die Streifen durch Luftfeuchtigkeit schnell unbrauchbar werden. Außerdem sollte man die Testfelder nicht mit den Fingern berühren.
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