Eschborn - Ungefähr zwanzigmal am Tag hören Augenärzte den berühmten Satz: »Herr Doktor, meine Augen sind noch gut, aber die Arme werden zu kurz.« Ein klassischer Fall von Alterssichtigkeit. Viele merken gar nicht, dass sie darunter leiden. Ihnen fallen eher die Begleiterscheinungen auf, zum Beispiel Kopfschmerzen. In jedem Fall sollte man bei solchen Symptomen und "zu kurzen Armen" zum Augenarzt gehen. Fragt ein Patient im fortgeschrittenen Alter nach einer stärkeren Brille, weil sich sein Sehen weiter verschlechtert hat, spitzt der erfahrene Augenarzt die Ohren. Denn in der Regel verändert sich nach dem 50. Lebensjahr die Brillenstärke nicht mehr groß. Für einen solchen Sehverlust liegen dann oft andere Gründe vor, nach denen der Augenarzt forschen muss. Es kann sich um verschiedenste Augenleiden handeln, die in höheren Altersgruppen häufiger auftreten. Dazu gehören unter anderem der Graue und der Grüne Star. Dr. Thomas Kohnen, leitender Oberarzt der Universitätsaugenklinik in Frankfurt am Main warnt gegenüber der "Apotheken Illustrierten": "Grauer und grüner Star entwickeln sich sehr langsam. Betroffene spüren zunächst nichts. Daher ist eine regelmäßige Vorsorge sehr wichtig." Die Erfolgsquote der Operation des Grauen Stares liegt sehr hoch und dem Grünen Star kann man mit Medikamenten vorbeugen.
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