Bundeskanzlerin Angela Merkel will trotz Konjunkturflaute an den in der EU vereinbarten Klimaschutzzielen festhalten. Eine Streckung des Zeitplans stehe für sie nicht zur Debatte, sagte die CDU-Vorsitzende am Sonntag in der ARD. Sie stehe zu den Zielen, den Kohlendioxid-Ausstoß bis 2020 um 20 Prozent zu reduzieren und den Anteil erneuerbarer Energien auf 20 Prozent anzuheben.
Merkel betonte, dass sie sich gegen Vereinbarungen in der EU stemmen werde, die ökologisch sinnvolle Arbeitsplätze vernichten könnten. «Wir müssen Vorreiter in Europa bleiben beim Klimaschutz», sagte Merkel. «Denn wir haben damit auch zukünftige Exportchancen.»
Vor einer Woche hatte der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer vor dem Verlust von Arbeitsplätzen durch zu anspruchsvolle Umweltvorgaben gewarnt und eine Abschwächung der Klimaschutz-Ziele gefordert. Zuvor hatten dies bereits die CDU-Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, Jürgen Rüttgers und Christian Wulff, verlangt.
