
30. November 2008
Mehr als 400 Tote bei Cholera-Ausbruch in Simbabwe
Harare - Einem Ausbruch der Cholera in Simbabwe sind laut offiziellen Angaben 425 Menschen zum Opfer gefallen. Die Gesundheitsbehörden befürchteten angesichts der bevorstehenden Regenzeit zahlreiche weitere Erkrankungen, wie die amtliche Zeitung «Sunday Mail» am Sonntag berichtete. Seit August seien mehr als 11.000 Menschen erkrankt. In den vergangenen zwei Wochen habe sich die Ausbreitung der Seuche beschleunigt. Allein in der Hauptstadt Harare starben nach Angaben von Gesundheitsminister David Parirenyatwa bereits 152 Menschen, mehr als 6.000 seien vermutlich erkrankt.
Der Cholera-Erreger wird von verseuchtem Trinkwasser und Nahrungsmitteln übertragen. Die Trinkwasserversorgung in Simbabwe liegt seit Jahren danieder. In Harare spült der Regen die auf der Straße liegenden Abfälle direkt in die Kanäle, aus denen Trinkwasser bezogen wird. Die Bevölkerung in Simbabwe leidet bereits unter Hunger und politischer Unsicherheit.

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