Die Union verliert trotz ihres deutlichen Vorsprungs in Umfragen vor der SPD einem Bericht zufolge bei der wichtigen Zielgruppe der unter 30-Jährigen deutlich an Zustimmung. Die «Wirtschaftswoche» berief sich am Wochenende auf eine vertrauliche Analyse des Allensbach-Instituts vom September für den Fraktionsvorstand. Danach büßte die Union deutlich an Zuspruch ein, vor allem bei den an Politik wenig interessierten jüngeren Wählern.
Nur 24 Prozent der unter 30-Jährigen hielten CDU/CSU für die «sympathischste Partei» - hingegen 28 Prozent die SPD, 22 Prozent die Grünen und 14 Prozent die Linke. Für die Demoskopen sei damit offenkundig, dass «das sinkende politische Interesse der Jüngeren auch das politische Spektrum verändert», hieß es.
In Ostdeutschland liegt die CDU in der Wählergunst gleichauf mit der Linken, die SPD folgt auf Platz drei. Nach einer am Sonntag vorab veröffentlichten Umfrage für die «Super Illu» kämen Christdemokraten und Linke auf jeweils 29 und die SPD auf 24 Prozent der Stimmen. Sechs Prozent würden für die FDP und fünf Prozent für die Grünen votieren, wenn an diesem Sonntag Bundestagswahlen wären.
Im Auftrag der Zeitschrift hatte das Institut für Marktforschung Leipzig 1.000 Frauen und Männer in Ostdeutschland befragt.
