London - Das Aufkommen nutzerfreundlicher Voice-over-IP (VoIP)-Services, die Privatnutzern und Firmen das Telefonieren über das Internet ermöglichen, stellt die etablierten Telekommunikationsgiganten vor neuen Herausforderungen. Bedroht durch kleinere VoIP-Anbieter sehen sich diese jedoch nicht. Das bekräftigte auch die British Telecom (BT) auf dem diesjährigen Voice over IP Forum in London.
Dennoch: Telekommunikationsanbieter wie die BT sehen sich mit Gewinneinbußen konfrontriert, wenn sich kostenfreie VoIP-Services wie Skype weiter durchsetzen. Nach Angaben des Analysten James Enck verzeichnet Skype schon heute jährliche Wachstumsraten von 500 Prozent im Bereich der "on-Net minutes". Und auch 5 Prozent der britischen Breitband-Verbindungen nutzen den Dienst.
Dementsprechend muss BT nun reagieren. Und es scheint so, als ob man aus den Fehlern Ende der 90er-Jahre gelernt hat. Damals hatte sich der britische Telekom-Gigant in Sachen Breitband-Nutzung gehörig verschätzt und zu lange am Geschäft mit ISDN festgehalten. Dies soll sich nun mit dem VoIP-Geschäft nicht ein zweites Mal wiederholen. So bietet BT gegenwärtig bereits zwei VoIP-Dienste an: Den ein Jahr alten Dienst "Broadband Voice" für VoIP-Kommunikation über das reguläre Telefon und den BT Communicator, der in diesem Jahr zusammen mit dem Yahoo Messenger gelaunched wurde, und ausschließlich über PCs arbeitet.
"Wir haben keine Angst vor dieser neuen Technologie", bekräftigte BT's IP-Service-Verantwortlicher, John Blake, auf dem Londoner Forum. "Voice over IP ist eine Anwendung. Und wenn man wie wir über eine umfassende Breitband-Infrstruktur verfügt, ist es auch einfach diese Technologie zu vermitteln."
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