London - Im Kampf gegen die wachsende Bedrohung durch sogenannte distributed Denial-of-Service (DDoS)-Attacken hat der Chief Technology Officer (CTO) der Online-Wettbörse Betfair zu mehr Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft aufgerufen.
In einem Gespräch mit dem Branchendienst Cnet sagte David Yu, dass DDoS-Attacken zwar bislang nur eine handvoll von Unternehmen beschäftigten, aber sich grundsätzlich jede Firma, die zu Transaktionen mit Kunden und Partnern auf das Internet zurückgreift, mit dem Problem aueinandersetzen sollte.
"Ich denke, dass sich die E-Commerce-Wirtschaft als Ganzes über derartige Sicherheitsbedrohungen Gedanken machen sollte. Denn diese stellen nicht nur ein Problem für Wett- oder Gewinnspiel-Protale dar - sondern können im Endeffekt auch jedes andere E-Commerce-Unternehmen treffen", so Yu. Und auch Behörden könnten leicht ins Visier dieser Attacken geraten.
"Es gibt gegenwärtig einige Branchen, die meinen, dass es sich bei derartigen Bedrohungen nicht um ihr Problem handle. Doch ich sage denen, dass es schnell zu ihrem Problem werden kann, wenn sie sich nicht rechtzeitig damit auseinandersetzen", warnte Yu.
Wie auch andere britische Wett-Protale war Betfair in naher Vergangenheit mehrfach in das Fadenkreuz von DDoS-Attacken geraten. Insgesamt drei Mal legten derartige Attacken, die meistens mit Hilfe gehackter Rechner nichtsahnender Privat-Nutzer ausgeführt werden, die Server des Protals lahm.
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