Verbraucher können auf Preissenkungen bei schnellen Internetanschlüssen hoffen. Die Bundesnetzagentur senkte zum 1. Juli den Mietpreis um fast 7 Prozent, den Telekom-Konkurrenten für die gemeinsame Nutzung der Leitung zum Kunden auf der «letzten Meile» zahlen müssen. Das gab die Regulierungsbehörde am Montag in Bonn bekannt.
Beim «Line Sharing» betreibt die Telekom weiter den Sprachtelefonanschluss. Der Konkurrent mietet lediglich den höheren Frequenzbereich auf der sogenannten Teilnehmeranschlussleitung (TAL), um darüber eine schnelle DSL-Verbindung zu schalten. Für Line Sharing werden künftig 1,78 Euro pro Monat fällig, 6,8 Prozent weniger als bisher.
Weniger deutlich fiel die Senkung der Preise für die Umschaltung der TAL von der Telekom zu einem Konkurrenten beziehungsweise für die Rückgabe des Anschlusses an die Telekom aus. Nach den Angaben der Bundesnetzagentur sinken diese Einmalentgelte zwischen 0,2 Prozent und 4,1 Prozent. Die Telekom habe Anhebungen von teilweise deutlich über 50 Prozent gefordert. Alle Entgelte seien bis Ende Juni 2010 genehmigt worden.
