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Jugendschutz: Internet birgt Gefährdungspotentiale
30. Mai 2005 - 19:25 Uhr

Hannover - "Medienkompetenz bedeutet auch, die Gefahrenpotenziale eines Mediums zu kennen und die Mittel, um ihnen entgegen zu wirken." Darauf hat der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann am Freitag in Hannover hingewiesen. In Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Kultusministerium bietet die Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) jetzt für Schulen und Elterninitiativen in Niedersachsen eine neue Fortbildung zum Thema Gefährdungspotentiale des Internets für Kinder und Jugendliche an.

"Die Auseinandersetzung mit dem Thema Internet ist mittlerweile für alle Erziehenden, insbesondere für Lehrerinnen und Lehrer sowie für Eltern, unumgänglich", so der Direktor der Niedersächsischen Landesmedienanstalt Reinhold Albert. Bereits 42 Prozent der Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren nutzten das Internet, 25 Prozent in dieser Altersgruppe seien regelmäßig mindestens einmal in der Woche online. Von den älteren Jugendlichen nutzten bereits 88 Prozent das Internet, 63 Prozent der 14- bis 19-Jährigen seien täglich oder mehrmals in der Woche im Netz.

"Aufgrund der komplexen Struktur des Internets ist es im Rahmen der staatlichen Medienaufsicht nur eingeschränkt möglich, Kinder und Jugendliche vor gefährdenden Inhalten zu schützen. Aus diesem Grund muss gewährleistet werden, dass Eltern und Schule mit dem Medium Internet selbstverantwortlich umgehen können", erläutert Albert. "Viele Eltern wissen gar nicht, welche Inhalte ihre Kinder im Internet nutzen, welche Seiten und Angebote sie dort aufrufen, ob und welche Gewaltspiele sie vielleicht spielen und welche Chat-Räume sie aufsuchen. Auch Lehrerinnen und Lehrer stehen nicht selten ratlos vor der Vielfalt jugendgefährdender Internet-Angebote", ergänzt der Kultusminister.

Kaum jemand mache sich Gedanken über das damit verbundene Gefährdungspotenzial, wie es zum Beispiel der gerade in vielen Medien berichtete Fall einer missbrauchten Schülerin in Hildesheim oder die zunehmende Präsenz rechtsradikaler Gruppen im Internet deutlich machten. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Niedersächsische Landesmedienanstalt und das Niedersächsische Kultusministerium auf die Problemlage reagiert und ein Handbuch zum Thema an alle Schulen in Niedersachsen verteilt.



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Samstag, 10. Januar 2009







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