Bewegungsmangel steigert schon nach kurzer Zeit das Risiko für chronische Erkrankungen. Das ergab eine dänische Studie. Während der Untersuchung sollten junge Männer die Zahl ihrer täglichen Schritte stark einschränken. Statt zu gehen oder Treppen zu steigen, sollten sie möglichst Auto oder Aufzug nutzen. Die Männer hatten vorher 6.000 bis 10.000 Schritte pro Tag zurückgelegt und drosselten dieses Pensum dann auf durchschnittlich 1.400 Schritte.
Untersuchungen zeigten schon nach zwei Wochen, dass die Teilnehmer am Bauch Fett ansetzten. Wichtiger war aber der Befund, dass Zucker- und Fettspiegel im Blut angestiegen waren, die Körper also mehr Zeit brauchten, um die Stoffe im Blut abzubauen. Diese erhöhte Toleranz verstärke das Risiko für Diabetes, Herzerkrankungen und andere chronische Leiden, betont Untersuchungsleiterin Bente Klarlund Peterson von der Universität Kopenhagen im «Journal of the American Medical Association».
«Wir glaubten früher, dass körperliche Aktivität gesund ist», betont sie. «Aber diese Studie zeigt, dass es gefährlich ist, auch nur ein paar Wochen passiv zu sein.»
